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Parasitenzuchten auf synthetischen Nährmedien |
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[ Einführung ] |
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Parallel zur Entwicklung
halbsynthetischer und synthetischer Nährmedien zur Zucht
der verschiedensten Lebensformentypen von Insekten sind auch
zahlreiche Versuche unternommen worden, parasitoide Insekten auf
solchen künstlichen Nährsubstraten zu züchten. Da
unser Wissen über die Ernährungsphysiologie der
Parasitoiden aber noch recht lückenhaft ist, sind solchen
Bemühungen bisher nur begrenzte Erfolge beschieden gewesen.
Generell läßt sich sagen, daß
Parasitoiden-Arten, die nur geringe physiologischen
Interaktionen mit ihren Wirten aufweisen, für eine Zucht
auf Nährmedien besser geeignet sind als beispielsweise
spezialisierte Endoparasiten, deren Entwicklung häufig
hormonell mit der Wirtsentwicklung gekoppelt ist. So ist es
verständlich, daß bisher vor allem bei einigen Ei-
und Puppenparasiten erfolgreiche Zuchten vorliegen. Dies
betrifft mehrere Trichogramma-Arten, die in "künstlichen
Eiern" gezogen werden konnten sowie einige Schlupfwespen
(Pimpla turionellae, Itoplectis conquisitor) und
Erzwespen (Pteromalus puparum, Brachymeria lasus,
Pachycrepoideus vindemiae), welche als polyphage
Puppenparasiten ebenfalls relativ geringe Wirtsansprüche
stellen. Bei typischen Larvenparasiten liegen bisher positive
Ergebnisse nur für die Schlupfwespe Exeristes roborator
vor, eine Pimplinen-Art, die ektoparasitisch bei verschiedenen
Lepidopteren schmarotzt sowie für zwei amerikanische
Tachiniden, was insofern bemerkenswert ist, als daß es
sich hier um eine rein endoparasitische, hochentwickelte
Fliegenfamilie handelt. |
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