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Wirtsfinding |
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[ Einführung ] |
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Das Auffinden geeigneter Wirte ist
für den Schmarotzer - neben der
zeitlichen Synchronisation mit dem "passenden"
Wirtsstadium - vor allem ein räumliches
Problem. Zwar verpuppen sich viele Parasiten im engeren
Habitat ihrer Wirte und die Weibchen sind dann beim Schlüpfen
sozusagen gleich am richtigen Ort, aber in vielen Fällen
geht die räumliche Koinzidenz durch Ortsveränderungen
von Parasiten und Wirten zunächst verloren. Beispielsweise
verpuppen sich zahlreiche Parasiten im Boden, während ihre
Wirtslarven im Kronenraum des Waldes fressen. Schlupfwespen und
Raupenfliegen etc. sind häufig Blütenbesucher und
entfernen sich dann oder bei der Geschlechterfindung vom Biotop
ihrer Wirte. Umgekehrt kann, beispielsweise nach Kahlfraß,
auch die Wirtspopulation abwandern. In allen diesen Fällen
ist es dann für den Schmarotzer unumgänglich, zunächst
ein geeignetes Wirtshabitat und hernach den Wirt selbst ausfindig
zu machen. |
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Habitat- und Wirtsfindung wirksamen Orientierungsweisen |
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Über die bei der Habitat- und Wirtsfindung wirksamen Orientierungsweisen wissen wir noch wenig. Bei der sogenannten "Fernorientierung" (Habitatsuche) stehen neben abiotischen Faktoren (Licht-, Temperatur- und Feuchte-Verhältnisse) vor allem olfaktorische und visuelle Auslöser im Vordergrund. Häufig sind Parasitenarten wirtspflanzenspezifisch, wobei bei der Erkennung der einzelnen Pflanzenarten und Strukturen die geruchliche Komponente zu dominieren scheint. Dies gilt besonders auch für Arten, die ihre Wirte in Aas, Dung usw. suchen. Auch bei der Suche nach dem eigentlichen Wohnort der Wirte (Microhabitatsuche) sind in erster Linie chemische Reize beteiligt. So suchen Parasitenweibchen die Wirtspflanzen oft systematisch nach Fraßspuren, Exkrementen oder Gespinsten ihrer Wirte ab. |
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Organe der Wirtsfindung |
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Wirtsprüfung und Wirtseignung |
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Hat ein Parasitoidenweibchen ein Wirtstier gefunden, so wird dieses häufig auf seine Eignung überprüft, bevor es zur Eiablage angenommen wird. Eine solche Eignungsprüfung kann aus verschiedenen Gründen zweckmäßig oder zwingend erforderlich sein:
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Markierung parasitierter Wirte |
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Viele Parasiten markieren die von ihnen parasitierten Wirte im Zuge der Eiablage durch die Abgabe eines als Repellent wirkenden Pheromons, das entweder am oder im Wirt angebracht wird. Hier ist also eine genaue Wirtsprüfung als Voraussetzung zur Vermeidung von Superparasitierung biologisch sinnvoll, wobei entweder Geruchssensillen auf den Antennen oder Sinneshaare am Legebohrer als Rezeptoren fungieren. Ektoparasiten paralysieren meistens ihre Wirte, die dann an ihrer stark verminderten Aktivität von anderen Parasitenweibchen als parasitiert erkannt und gemieden werden können. Allerdings wissen wir weder über die benutzten äußeren Markierungssubstanzen, noch über jene Stoffe genauer Bescheid, die offenbar vom Weibchen bei der Eiablage in den Wirt abgegeben werden, ebenso wie auch über die dabei involvierten Sinnesorgane bisher nur von wenigen Parasitenarten Teilbefunde vorliegen, die Verallgemeinerungen nicht zulassen. |
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