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Immunabwehr der Wirte und Immunosuppression gegen Parasitoide [ Einführung ] |
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Insekten besitzen zwar keine Antikörper, wie die meisten Vertebraten, können aber trotzdem Fremdkörper, die in das Körperinnere eindringen, erkennen und unschädlich machen. In der Haemolymphe der Insekten existieren bisher unbekannte Erkennungsmoleküle, mit deren Hilfe bestimmte Haemocyten Fremdpartikel von körpereigenen Zellen und Geweben unterscheiden können:
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Anpassungen der Parasitoide gegen diese Abwehrmechanismen |
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Um der Immunabwehr ihrer Wirte zu
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entwickelt, die das Abwehrsystem schwächen oder völlig
unterdrücken. Dabei scheinen vor allem vom Parasiten
erzeugte Virus-ähnliche Partikel
eine wesentliche Rolle bei der Immunosuppression zu spielen.
Diese Partikel werden in den ovariellen Drüsen vieler
parasitoider Hymenopteren produziert und bei der Eiablage in den
Wirt übertragen. Aufgrund ihrer zirkulär vorliegenden
DNA-Stränge werden diese, bisher nur von Parasitoiden
bekannten Viren in die Familie der Polydnaviridae gestellt oder,
mehr allgemein, als virusähnliche (virus-like) Partikel
(VLP) bezeichnet. Solche VLP's wurden bisher in der
Calyx-Flüssigkeit (dem verdickten Teil der Wand der
lateralen Ovidukte) verschiedener Braconidae (z.B.
Microgasterinae, Cheloninae etc.) sowie bei vielen Unterfamilien
der Ichneumonidae (z.B. Ctenopelmatinae, Campopleginae etc.)
nachgewiesen, doch scheinen strukturelle Unterschiede in den
VLP's dieser beiden Parasitoidenfamilien vorzuliegen. Viroide
wurden auch bei der parasitischen Gallwespe Leptopilina,
einem Parasiten von Drosophiliden-Larven nachgewiesen, wobei
diese Partikel selektiv die Lamellocyten (abgeflachte
Haemocyten) zerstören, nicht hingegen andere Blutzellen des
Wirtes. Die Lammellocyten spielen bei der Erkennung der
Parasitoiden-Eier die Hauptrolle und sind für deren
Abkapselung zuständig.
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Literatur |
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