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Host-feeding |
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[ Einführung ] |
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Was ist host-feeding ? |
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Bei vielen parasitoiden
Hymenopteren besitzen die Weibchen bereits unmittelbar nach dem
Schlüpfen voll ausgebildete Oocyten bzw. legereife Eier, so
daß sie also mehr oder minder sofort zur Eiablage an oder
in einem Wirt befähigt sind. Man spricht hier von
sogenannten pro-ovigenen Arten. |
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Formen des host-feedings |
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Das host-feeding kann entweder selbständig erfolgen (ohne nachfolgende Eiablage am gleichen Wirtsindividuum) oder gekoppelt mit der Belegung des Wirtstieres. Häufig überlebt der Wirt das host-feeding, doch gibt es auch zahlreiche Fälle, bei denen das Wirtsindividuum durch wiederholte Anstiche oder erheblichen Haemolympheverlust abgetötet wird. Manche Ichneumoniden und vor allem Dryiniden fressen den Wirt (incl seiner Gewebe) regelrecht nach Räuberart auf. Host-feeding kann an allen Entwicklungsstadien des Wirtes erfolgen, bei Eiparasiten also überwiegend an den Eiern bzw. bei den Larven- und Puppenparasiten an älteren Wirtsstadien; Mantibaria manticida saugt sogar an adulten Gottesanbeterinnen. Bei versteckt lebenden Wirten (z. B. bei Gallen- oder Blattrollen-Bewohnern) kann vom Parasitenweibchen ein "Saugrohr" gebildet werden, durch das die Haemolymphe kapillar aufgenommen wird. Dabei wird der Legebohrer nach dem Anstich des Wirtes nur teilweise zurückgezogen und ein Sekret abgegeben, das am Ovipositor erhärtet und eine Art "Trinkhalm" bildet. Hierauf wird der Legebohrer herausgezogen und die kapillar aufsteigende Haemolymphe am Rohrende aufgesogen. |
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Warum host-feeding ? |
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Generell scheint das "host-feeding"
in erster Linie der Eiproduktion zu dienen, während
pflanzliche Nahrungsquellen (Nektar) überwiegend den
Betriebsstoffwechsel unterhalten. Allerdings ist host-feeding
zur Eireifung in vielen Fällen nicht obligatorisch, sondern
erhöht nur die Lebensdauer und vor allem die Eiproduktion
der Weibchen. Bei obligatorisch auf host-feeding angewiesenen
Arten kann bereits eine einmalige Aufnahme von Haemolymphe
ausreichen, um mehr oder minder den gesamten Eivorrat abzulegen.
Andere Arten hingegen benötigen eine tägliche
Nahrungsaufnahme, um die Eiproduktion in Gang zu halten. Durch
das vorherige host-feeding werden die Eier direkt vom Weibchen
mit Dotterproteinen versorgt. Solche "anhydrope",
lecithale (dotterreiche) teilweise bei Endoparasiten, vor allem
aber bei idiobionten Ektoparasitoiden auftretende Eier schwellen
nach der Ablage nicht an und die Erstlarven sind daher kaum
größer als das Ei. Bei endoparasitischen,
koinobionten Arten ohne host-feeding liegen in der Regel
"hydrope", alecithale (dotterarme) Eier vor, die
Proteine vom Wirt aufnehmen und dadurch stark an Volumen
zunehmen können. Häufig wird dabei ein sogenanntes
Trophamnion ausgebildet. Die ausschlüpfenden Junglarven
sind dementsprechend deutlich größer als die
Eier. |
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Auswirkungen auf den Wirt |
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Die Auswirkungen des host-feedings auf die Wirtspopulation können beträchtlich sein, vor allem dann, wenn es obligatorisch, selbständig und aggressiv betrieben wird, d. h. wenn host-feeding und Eiablage an getrennten Wirtsindividuen erfolgen und dabei auch die nur angestochenen, aber nicht belegten Wirte absterben. So wurden beispielsweise beim Spargelhähnchen (Criocerus asparagi) 71 % der Eier durch das host-feeding einer Erzwespe (Tetrastichus coeruleus) abgetötet bzw. bei der Schildlaus Saissetia oleae 55 % der Individuen durch die Encyrtide Metaphycus helvolus. Auch bei den Eiern einer Kiefernbuschhorn-Blattwespe (Neodiprion sertifer) konnten wir häufiges host-feeding durch Erzwespen (Dipriocampe) feststellen, wodurch lokal bis zu 10 % der Eier eliminiert wurden, während die eigentliche Eiparasitierung im Mittel zwischen 20 - 25 % lag. |
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