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Superparasitoide |
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[ Einführung , Kriterien ] |
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Dieser Typus ist eindeutiger definiert. Superparasitismus liegt dann vor, wenn ein Parasitoiden-Weibchen mehr Eier in ein Wirtsindividuum ablegt, als sich erfolgreich entwickeln können, sei es, daß das Weibchen das Wirtsindividuum mehrmals ansticht, oder daß es mehrere Eier auf einmal ablegt, obwohl sich infolge des begrenzten Nahrungsvorrates nur ein Ei zur Imago entwickeln kann. Hier spricht man von "self-superparasitism", da alle Eier vom gleichen Wirtsweibchen stammen. Dagegen spricht man vom "conspecific superparasitism", wenn die Überbelegung des Wirtes auf den Anstich durch zwei verschiedene Weibchen der gleichen Parasitoidenart zurückgeht. Superparasitismus kann auch bei gregären Parasitoiden-Arten auftreten, bei denen sich also mehrere Individuen erfolgreich in einem einzigen Wirtsindividuen entwickeln können. Im Gegensatz zu den solitären Parasitoiden mit nur einem erfolgreichen Parasitenindividuum je Wirt, ist aber eine Abgrenzung hier schwieriger. Zu empfehlen wäre, nur jene Fälle als gregären Superparasitismus zu bezeichnen, in denen die Anzahl der aus dem Wirt schlüpfenden Parasiten geringer ist als die Zahl der abgelegten Eier, da auf Grund von Nahrungsmangel und Konkurrenz ein Teil der Schmarotzerlarven zugrunde gegangen ist. Es gibt auch Fälle, in denen zwar alle gregären Individuen zur Entwicklung kommen, infolge Nahrungsknappheit aber nicht ihre normale Größe erreichen können, so daß ihre Fitness negativ beeinträchtigt wird (geringere Lebensdauer, Fertilität etc.). Ob solche Phänomene noch unter dem Begriff Superparasitismus subsummiert werden sollten, muß dahingestellt bleiben. In der Regel führt Superparasitismus zu einer intraspezifischen Konkurrenz von unterschiedlichen Auswirkungen, die in einem eigenen Kapitel gesondert besprochen werden sollen. |
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