Gregärparasitoide

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Gregäre Schmarotzerarten sind dadurch charakterisiert, daß mindestens zwei oder mehr (in Einzelfällen Hunderte oder Tausende) Parasitoidenindividuen der gleichen Art in einem einzigen Wirtstier erfolgreich zur Entwicklung kommen.
In der Regel geschieht dies dadurch, daß ein Parasitoidenweibchen mehrere Eier auf einmal oder mehrmals hintereinander in das gleiche Wirtsindividuum ablegt, wobei allerdings die Zahl der abgelegten Wirtseier auf die Größe des Wirtes abgestimmt wird.

Einen Sonderfall stellt die Polyembryonie dar, bei der nur ein Ei je Wirt abgelegt wird, aus dem aber auf vegetativem Wege durch Teilung eineiige Zwillinge oder Mehrlinge hervorgehen, die sich dann gregär weiter entwickeln. Hierauf wird in einem gesonderten Kapitel eingegangen.

Gregäre Parasitoiden kommen bei vielen Parasitoidengruppen vor, bei ektoparasitischen Idiobionten ebenso wie bei endoparasitischen Koinobionten.

  • Ausgesprochen selten sind sie bei den Ichneumoniden, die ja überwiegend relativ große Formen umfassen.

  • Hingegen sind sie bei den Raupenfliegen, die ebenfalls viele Arten von stattlicher Körpergröße aufweisen, weniger selten. Allerdings befallen solche Tachinen-Arten häufig große Schmetterlingsraupen, die genügend Nahrung für gregäre Parasitoiden bieten. Manche solitäre Tachiniden sind fakultativ gregär, d.h. es können sich in größeren Wirtslarven auch mehrere Fliegenmaden entwickeln, doch bleiben diese oft kleiner als solitäre Maden, was bereits auf Nahrungsmangel hinweist. Ein solcher kann bei gregären Arten vor allem dann auftreten, wenn zu viele Eier in einem Wirt abgelegt wurden, so daß Superparasitismus vorliegt.


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Last modified: 12.03.02