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Ektoparasitoide - Idiobionten [ Einteilung - Endoparasitoide ] |
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Hier erfolgt die Eiablage in der Regel aussen am Wirt oder die Eier werden in die Umgebung des Wirtes abgelegt und die Junglarven suchen dann aktiv den Wirt auf. In den meisten Fällen wird der Wirt vorher vom Parasitoiden-Weibchen angestochen und durch Giftabgabe paralysiert. |
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Die Entwicklung der Schmarotzerlarven erfolgt ektoparasitisch, d.h. der gelähmte Wirt wird von aussen ausgesaugt und leergefressen. Da der paralysierte Wirt sich in der Regel nicht mehr weiterentwickeln kann, werden meist bereits ältere oder erwachsene Wirtslarven oder Präpuppen mit einem oder mehreren Eiern belegt. Auf diese Weise ist ein ausreichender Nahrungsvorrat für den Schmarotzer gewährleistet. |
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Angehörige dieses Lebensformentyps werden neuerdings als "Idiobionten" bezeichnet bzw. man spricht von einer "idiobiotischen" Entwicklungsweise. Typisch für ektoparasitische Idiobionten ist auch, daß vorwiegend versteckt lebende oder anderweitig wenig bewegliche, mehr oder minder sesshafte Wirte befallen werden, beispielsweise endophytische Arten, deren Larven in Gallen, Minen, Blattrollen oder im Stengel leben oder Schildläuse und andere sedentäre Insektenarten. Der Wirtskreis dieser weniger spezialisierten Idiobionten ist oft recht groß und ihre Wirtsspezifität daher häufig wenig ausgeprägt. In der Regel liegt eine "ökologische Wirtsspezifität" vor, d.h. das Wirtspektrum dieser Idiobionten wird mehr von ökologischen Gemeinsamkeiten ihrer Wirte bestimmt. So können beispielsweise Blattminen von Lepidopteren, Dipteren oder Coleopteren von der gleichen Idiobiontenart befallen werden. Wesentlich ist nur, daß die entsprechenden Wirte Minierer sind, so daß man hier also von typischen Parasiten von Minierern, Gallinsekten oder von Stengelbohrern sprechen kann, während die phylogenetische Verwandtschaft dieser Wirte für die Wirtswahl der Parasitoiden weniger von Bedeutung ist. Die Bevorzugung versteckt lebender oder sesshafter Wirte ist biologisch sinnvoll, weil die Ektoparasiten während ihrer Entwicklung auf solchen besser geschützt sind als auf exponierten, freilebenden Wirten. |
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Ektoparasitische Idiobionten haben oft eine kürzere Larvalentwicklung als andere Parasitoidenarten und durchlaufen demgemäß nicht selten zahlreiche Generationen pro Jahr. |
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Auch dies ist biologisch vorteilhaft, da paralysierte Wirte der Gefahr unterliegen, von saprophagen Organismen oder Mirkroben konsumiert oder zersetzt zu werden, bevor die Parasitoidenlarve ihre Entwicklung abgeschlossen hat. Ektoparasitische Lebensformen sind vor allem bei den parasitoiden Hymenopteren und hier speziell bei den phylogenetisch ursprünglicheren Familien und Unterfamilien der Schlupfwespen, Brackwespen und Erzwespen weit verbreitet und häufig. Ektoparasitische Aculeaten, z.B. Bethyliden etc. befallen nicht selten auch freilebende Wirte, verfrachten diese aber nach der Paralysierung in entsprechende Verstecke, in denen dann die Larvalentwicklung des Schmarotzers erfolgt, ein Verhalten, das bei höheren räuberischen Aculeaten (Grabwespen und ihre Verwandten) die Regel ist. Ektoparasitische Entwicklung liegt auch bei den parasitoiden Lepidopteren und Coleopteren-Gruppen vor, während sie bei parasitoiden Dipteren seltener vertreten ist. |
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