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Cleptoparasitoide |
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[ Einführung , Kriterien ] |
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Dieser bei Brutparasiten (z.B. Kuckucks-Bienen, Wespen und Grabwespen) gebräuchliche Begriff wird auch bei Parasitoiden benutzt, kennzeichnet dort allerdings einen Spezialfall von Multiparasitismus, den man auch als "obligatorische Multiparasitierung" bezeichnen könnte. Beispielsweise gibt es einige primärparasitische Schlupfwespen, deren Weibchen bei der Wirtssuche den Duftspuren anderer primärer Schmarotzer folgen und somit bevorzugt bereits parasitierte Wirte belegen. Die zweite Art ist dann in der Regel gegenüber der ersteren konkurrenzüberlegen und wird so zum Alleinbesitzer des Wirtes. Ein besonders markantes Beispiel bieten Schlupfwespen der Gattung Pseudorhyssa, Cleptoparasiten von Holzwespenlarven. Da die Weibchen von Pseudorhyssa nicht in der Lage sind, das Holz zu durchbohren, benutzen sie die Bohrkanäle anderer, primärparasitischer Rhyssini (z.B. Rhyssa etc.), um ihren dünnen Legebohrer einzuführen und ein Ei an die vom Primärparasiten gelähmte und belegte Siriciden-Larve abzulegen. Die Pseudorhyssa-Larve schlüpft dann früher als jene des Primärparasiten, schaltet das Ei oder die Junglarve des Konkurrenten aus und entwickelt sich dann allein am Wirt. Nicht selten wartet das Pseudorhyssa-Weibchen schon neben dem noch bohrenden Rhyssa-Weibchen, bis dieses den Bohrakt vollendet und ihr Ei neben der Holzwespenlarve abgelegt hat. Hier "stiehlt" also praktisch eine Art der anderen ihren Wirt, was die Bezeichnung Cleptoparasit rechtfertigt. |
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