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Diese artenarme Gruppe primitiver
Strepsipteren zeichnet sich - zusammen mit den nur aus dem
Baltischen Bernstein bekannten Mengeidae - dadurch aus, daß,
neben dem Männchen, auch die Weibchen ihre Wirte verlassen.
Beide Geschlechter bilden ihre Puparien also im Boden. Bei allen
anderen, höheren Strepsiptera (Unterordnung Stylopoidea)
verbleiben die degenerierten Weibchen zur Pupariumbildung im
Wirt und der vordere Abschnitt des Pupariums ist zu einem
sklerotisierten Cephalothorax verwachsen. Die beiden
Geschlechter sind leicht zu trennen. Die Männchen der
Mengenillidae besitzen Flügel und fächerförmige
verzweigte, 6-gliedrige Fühler; die Weibchen sind flügellos
und haben unverzweigte, 4-5gliedrige Antennen. Die Puparien der
Männchen sind weniger gedrungen als jene der Weibchen. Als
Wirte sind bisher nur Silberfischchen (Familie Lepismatidae;
Thysanura-Zygentoma) nachgewiesen worden.
Weltweit sind
derzeit 7 Arten bekannt, die in den Subtropen und Tropen der
Alten Welt gefunden wurden. In Europa kommen 3 Arten vor, die
auf das westliche Mediterrangebiet beschränkt sind. Am
häufigsten scheint Eoxenos
laboulbenei zu sein, die bisher aus Süditalien
(incl. Sizilien und Sardinien), Südfrankreich, Spanien,
Portugal und aus Nordafrika sowie von den Kanarischen Inseln
gemeldet worden ist. Als Wirte fungieren verschiedene
Lepsima-Arten. Mengenilla
chobauti hat eine ähnliche Verbreitung,
während M. parvula
bisher nur von Sizilien bekannt ist. Beide Arten befallen
Vertreter der Gattung Ctenolepisma.
Die
Primärlarven aller 3 Arten findet man im Sommer. Sie sind
sehr lebhaft und springen alle Altersstufen ihrer
Urinsekten-Wirte an, um sich in diese einzubohren. Die
Larvalentwicklung erfolgt im Sommer rasch, im Winterhalbjahr
hingegen stark verzögert. Das letzte Larvenstadium verläßt
den Wirt und erhärtet zum Puparium. Die Puppenruhe dauert 1
- 3 Wochen. Die Männchen leben in der Regel nur 1 - 2
Stunden. Die Weibchen verlassen ihre Puparien nicht immer; viele
verbleiben in der harten Kapsel und können dann von den
Männchen nicht begattet werden. In solchen Fällen ist
anzunehmen, daß nicht geschlüpfte Weibchen ihre
Larven parthenogenetisch produzieren; diese Nachkommen scheinen
eine langsamere Entwicklung zu durchlaufen, als jene begatteter
Weibchen. In der Regel liegt Solitärparasitismus vor; bei
Superparasitierung stirbt der Wirt vorzeitig ab. Als natürliche
Feinde der Mengenillidae sind neben Mermithiden und einer
parasitischen Milbenart der Gattung Pediculoides vor
allem mehrere Erzwespenarten bekannt geworden, welche sich in
den Strepsipteren-Puparien entwickeln.
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