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Fam.: Halictophagidae |
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( Strepsiptera ) |
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Die Vertreter dieser in den Tropen artenreichen Familie sind im männlichen Geschlecht durch 7-gliedrige Antennen und durch kegelförmige, sich median nicht kreuzende Mandibeln gekennzeichnet. Der Kopf der Weibchen umfaßt mehr als die halbe Länge des Cephalothorax, dessen Dorsalseite nicht membranisiert ist. |
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Die wenigen in Europa lebenden Arten schmarotzen ausschließlich in Zikaden, während außerhalb Europas auch Wanzen befallen werden. Sechs der 7 europäischen Arten sind bisher überwiegend im Mediterrangebiet bzw. am Balkan gefunden worden, ausgenommen Halictophagus curtisi, die nur aus Südengland bekannt ist. |
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Biologisch am besten untersucht sind Halictophagus languedoci, H. agalliae (beide aus Südfrankreich); H. tettigometrae (aus Italien) sowie Stenocranophilus anomalocerus (Ungarn, Rußland). Als Wirte fungieren Kleinzikaden der Familie Dephalcidae, z.B. Adarrus-, Psammotettix-, Agallia- und Tettigometra-Arten. Es werden mehrere Generationen im Jahr durchlaufen, meist in verschiedenen Wirten, wobei je nach Wirt Larven und/oder Imagines befallen werden. Die Überwinterung erfolgt als Sekundärlarven im Wirt. Es wurden Befallsquoten bis über 50 % festgestellt, wobei auch Gregärbefall mit bis zu 15 Parasiten je Wirt beobachtet werden konnte. Durch den Parasitenbefall werden die inneren Geschlechtsorgane der Kleinzikaden fast völlig reduziert, während die äußeren Genitalien relativ wenig verändert werden. Der Befall der Kleinzikaden durch H. languedoci in Südfrankreich richtet sich stark nach den Futterpflanzen der Wirte. Während mehrere Arten auf Brachypodium regelmäßig befallen wurden, blieben die gleichen Wirte auf Trespen (Bromus) so gut wie verschont. Es konnte nicht geklärt werden, ob für diese Befallsunterschiede trophische oder mikroklimatische Faktoren verantwortlich waren. |
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