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Diese weltweit verbreitete Familie ist in
Europa nur mit einer Art, Elenchus tenuicornis,
vertreten, die praktisch im ganzen Gebiet vorkommt, nach Süden
zu aber seltener wird. Als Wirte von E. tenuicornis sind
bisher etwa 60 Delphaciden-Arten bekannt geworden; allein in
Mitteleuropa etwa 30 und in Finnland 16 Wirtsarten. Im Gegensatz
zu den Halictophagiden umfaßt der Kopf der Weibchen
weniger als die Hälfte des Cephalothorax und dieser ist auf
seiner Dorsalseite membranisiert und aufgetrieben, mit weit
klaffender Brustspalte. Die 1 - 1,5 mm langen Männchen
haben weniger als 7 Antennenglieder, kein löffelförmiges
Subalare im Metathorax und nur 2 Tarsenglieder.
Die
Lebensweise von E. tenuicornis
ist mehrfach ausführlich untersucht worden. In Finnland
durchläuft die Art nur eine Generation pro Jahr mit
Imagines im Hoch- und Spätsommer. In Mitteleuropa treten
hingegen 2, in Südeuropa sogar 3 Bruten im Jahr in
Erscheinung; die Befallsquoten schwanken lokal, von Wirt zu Wirt
und von Jahr zu Jahr. Die Männchen scheinen etwas häufiger
zu sein als die Weibchen; letztere produzieren zwischen 1000 -
2000 Primärlarven. Der Sack der Männchen wird im
ventralen Kopfbereich der befallenen Zikade ausgestülpt.
Das Schlüpfen erfolgt vorwiegend in den Morgenstunden und
die nur bis gegen Mittag lebensfähigen Männchen suchen
dann aktiv nach mit Weibchen besetzten Wirten, um sie via dem
Cephalothorax zu begatten. Durch den Parasitenbefall kommt es
zum totalen Verlust der internen Geschlechtsorgane; demgegenüber
werden die äußeren Genitalien nur mehr oder minder
stark reduziert. Auch tertiäre Geschlechtsmerkmale (Farbe,
Organe der Lauterzeugung) bleiben unterentwickelt, so daß
stylopisierte Zikaden-Männchen infolge ihrer blassen
Färbung leicht für Weibchen gehalten werden können.
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