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Die hier zu den Scolioidea
gestellten Gruppen umfassen die Tiphiidae,
Mutillidae
und Sapygidae,
die auf eine gemeinsame Wurzel zurückzugehen scheinen,
sowie die Scoliidae,
die möglicherweise näher mit den Vespiden s.l.
verwandt sind, biologisch aber den Tiphiiden recht ähnlich
sind.
Alle 4 Familien sind in
Mitteleuropa recht artenarm entwickelt (insgesamt weniger als 20
Arten), treten aber teilweise schon im Mittelmeergebiet in
höheren Dichten und Artenzahlen auf. Im Gegensatz zu
älteren Klassifikationen werden hier die Methochidae nicht
als eigene Familie betrachtet, sondern als Unterfamilie zu den
Tiphiinae gestellt, mit den sie auch biologische Gemeinsamkeiten
besitzen.
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Aus demselben Grund wird die
Unterfamilie der Myrmosinae aus den Tiphiiden ausgegliedert und
zu den Mutilliden transferiert. Dadurch entstehen 2 biologisch
einheitliche Gruppen, nämlich erstens die Tiphiidae (+
Metochinae) sowie die Scoliidae als typische Ektoparasitoiden
von Coleopterenlarven, bevorzugt von Engerlingen und zweitens
die Mutillidae (+ Myrmosinae) sowie die Sapygidae, die als
Parasitoide, Cleptoparasiten bzw. Brutschmarotzer bei anderen
Aculeaten (Bienen, Grabwespen etc.) fungieren.
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Den Vertretern der 1. Gruppe ist
gemeinsam, daß sie biologisch noch den Parasitica nahe
stehen. Sie suchen ihre Wirte aktiv auf, parasitieren sie an
Ort und Stelle und verlassen ihre Nachkommenschaft, ohne sich
weiter um sie zu kümmern. Der Wirt wird lediglich temporär
oder permament paralysiert und häufig noch mit den
Mandibeln bearbeitet und durchgeknetet, um den Larven bessere
Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.
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Bei der 2. Gruppe handelt es sich um
aggressive Inquilinen, die in die Brutzellen ihrer Wirte
eindringen, dort die Eier ablegen und dann die Zelle wieder
verlassen und verschließen. Die Erstlarven der
Cleptoparasiten tötet zunächst das Wirtsei oder
dessen Junglarven ab, um sich anschließend über
deren Futtervorräte herzumachen.
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