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Fam.: Diapriidae |
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[ Hymenoptera , Proctotrupoidea ] |
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Verbreitung & Merkmale |
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Die Familie der Diapriidae zerfällt in zwei etwa gleich umfangreiche Subfamilien (Belytinae und Diapriinae) und in die artenarmen Subfamilien der Ismarinae und der in der Südhemisphäre lebenden, bei Nematoceren schmarotzenden Ambositrinae. |
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In beiden Subfamilien sind kurzflügelige oder flügellose Formen nicht selten. Die europäischen Diapriiden umfassen meherere hundert Arten. Auf den Britischen Inseln leben etwa 170 Belytinen, über 120 Diapriinen sowie 4 Ismarinen-Arten. |
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Biologie |
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Über die Biologie der Diapriidae ist sehr wenig bekannt; vor allem die Belytinae gehören zu den am wenigsten erforschten Hymenopteren-Gruppen, sind doch nur für 5 % unserer heimischen Arten Wirtsnachweise publiziert worden. Sicher ist wohl, daß fast alle Diapriiden in Dipteren parasitieren. Eine Ausnahme machen die Ismarinae (Gattung Ismarus), die als Hyperparasiten von Dryiiniden der Gattung Anteon fungieren, die ihrerseits als Primärparasiten in Kleinzikaden (Cicadellidae) schmarotzen. |
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U.Fam.: Belytinae |
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Die wenigen Wirtsnachweise für Belytinae betreffen fungivore und saprophage Nematoceren (Mycetophilidae, wohl auch Bibionidae, Sciaridae und Trichoceridae) und vielleicht auch Vertreter acalpytrater Dipteren-Gruppen, doch liegen über Biologie, Larvenstadien usw. keine genaueren Angaben vor. Im Labor krochen Weibchen von Miota fungorum tief in die Fraßgänge von Mycetophila fungorum und legten ihre winzigen Eier in mittlere Larvenstadien ab. Die Entwicklungsdauer einer Generation betrug 3 - 4 Wochen. Sehr wahrscheinlich befallen alle Belytinen endoparasitisch die Larvenstadien ihrer Wirte, schlüpfen aber erst aus der Wirtspuppe. |
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U.Fam.: Diapriinae |
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Die Diapriinae hingegen greifen wohl ausschließlich erst die Puparien, d.h. die Präpuppen und Puppen von höheren Fliegen und Mücken an, sind also echte Endoparasiten von Puppen. Bisher sind aber nur von 14 % der nordwesteuropäischen Arten die Wirte bekannt. Wirtsnachweise betreffen vor allem Puparien von Anthomyiiden, Musciden, Calliphoriden, Sarcophagiden, Tachiniden (vor allem von Trichopria-Arten befallen), Tephritidae (parasitiert von Psilus spp.), Syrphidae (Diapria conica lebt in den Puparien von Schlammfliegen der Gattung Eristalis), Lonchaeidae, Stratiomydiae, Psilidae, Sepsidae usw. sowie Ceratopogonidae. Manche Arten sind gregär (z.B. einige Trichopria, Diapria-Arten), andere Solitärparasiten (Psilus, Aneurhynchus). Eine Art wurde angeblich aus einer Staphylinide (Kurzflügelkäfer) gezogen. |
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In Europa, vor allem aber in den Tropen, leben etliche Diapriinae als Ameisengäste, die in Habitus und Verhalten ihren Gastameisen ähneln (z.B. durch Ausbildung eines zweiknotigen Petiolus, ähnlich dem der Myrmicinen) und mit diesen trophallaktische Beziehungen unterhalten. Sie besitzen in der Hals- und Petiolusregion auffallende, goldene Haarbüschel, die als Trichome fungieren und von den Ameisen regelmäßig beleckt werden, doch ist über diese Mimikry noch wenig bekannt. Auch die afrikanischen Ambositrinae dürften myrmecophil sein. Ebenso bleibt die Lebensweise dieser Myrmecophilen noch abzuklären. Bisher ist nur eine südeuropäische Art (Plagiopria passerai) sicher aus Puppen der Königinnen von Plagiolepis pygmaea gezogen worden, während Tetramopria- (bei Tetramorium-Arten) und Lepidopria-Arten (bei Solenopsis-Arten) angeblich aus Puparien von Tachiniden erhalten wurden. Möglicherweise lebt die Mehrzahl dieser Myrmecophilen in Dipteren, die mit Ameisen vergesellschaftet sind. In Südamerika treten zahlreiche Diapriinen-Arten auf, die mit Treiberameisen der Gattung Eciton enge Beziehungen unterhalten und sich sogar an deren Raubzügen beteiligen, wobei sie in Form und Bewegung die Ameisen kopieren. Beide Geschlechter werfen nach dem Eindringen in die Wirtsnester ihre Flügel ab. Auch in Termitennestern werden Diapriinen regelmäßig angetroffen, doch ist über diese teilweise weichhäutigen und auffallend hell gefärbten Arten noch weniger bekannt. |
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