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Diese auch als
Labiinae bezeichnete Unterfamilie umfaßt etwa ein Dutzend
recht heterogener Gattungen, die überwiegend in Australien
und Südamerika verbreitet und dort teilweise artenreicher
entwickelt sind. Ob es sich um recht ursprüngliche,
reliktäre Gondwanaland-Elemente handelt oder ob die
Subfamilie derzeit nur einen Sammeltopf für schwer
klassifizierbare, mit den Xoridinae und Phygadeuontinae
verwandten Genera repräsentiert, kann vorerst nicht
entschieden werden.
Auch biologisch sind die Labeninae
sehr heterogen. Die Vertreter der Labenini schmarotzen offenbar
bei holzbohrenden Coleopteren; eine nordamerikanische Labena-Art
wurde vor allem aus Bockkäfern und Rüsselkäfern
gezogen. Die Groteini leben in Bienennestern als Brutparasiten,
die amerikanischen Grotea spp. nur bei in Zweigen
nistenden Ceratina-Arten. Eine Schmarotzerlarve
eliminiert mehrere Bienenlarven und konsumiert auch den
Pollenvorrat der Zellen, so daß es sich mehr um aggressive
Inquilinen handelt. Die Verpuppung erfolgt im hohlen Stengel;
die Entwicklung ist univoltin. Brachycyrtus ornatus
(Brachycyrtini), eine in Eurasien (auch in Mitteleuropa) und
Nordamerika verbreitete, bunt gefärbte Art, ist ein
Präpuppen- bzw. Puppenparasit in Chrysopidenkokons, während
australische Poecilocryptus-Arten aus durch Schildläuse
verursachten Eucalyptus- bzw. Acacia-Gallen
gezogen wurden. Über die Lebensweise aller dieser Arten ist
jedoch Näheres kaum bekannt.
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