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Collyriinae |
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[ Hymenoptera , »Parasitica« , Ichneumonidea , Ichneumonidae ] |
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Die Unterfamilie umfaßt wenige Arten der Gattung Collyria, die nur in Eurasien verbreitet zu sein scheinen. Es handelt sich um morphologisch aberrante Schlupfwespen und auch das reduzierte, schwach sklerotisierte Kopfskelett der Altlarven weicht von dem anderer Ichneumoniden ab. Die Imagines finden sich auf Wiesen und Weiden, in Getreidefeldern und besonders in Steppengebieten, wo Halmwespen (Cephidae) als Wirte häufig sind. Anscheinend werden aber nur die in Gräsern lebenden Cephini parasitiert, nicht die in Trieben von Sträuchern lebenden Hartigiini. Unsere häufigste Art ist Collyria coxator, ein Hauptparasit unserer Getreide-Halmwespe Cephus pygmaeus. Sie ist ein typischer solitärer Ei-Larvenparasit, der in Mitteleuropa Parasitierungsraten von 30 - 70 % erreichen kann. Die Weibchen belegen Ende Juni die Eier von C. pygmaeus, die Junglarven besitzen ein Trophamnion. Die Überwinterung erfolgt in einem älteren Larvenstadium innerhalb der Halmwespenlarve, welche erst im Frühjahr, kurz vor der Verpuppung, abgetötet wird. Superparasitierung ist häufig. Die erwachsene, 9 - 11 mm lange Parasitenlarve spinnt keinen eigenen Kokon, verpuppt sich also im Mai im Wirtskokon in den Getreidestoppeln. Die Art ist auch in der Ukraine und im Kaukasus der dominante Parasit der Getreidehalmwespe und wurde erfolgreich zur biologischen Bekämpfung des verschleppten Schädlings nach Nordamerika eingeführt. C. coxator ist dort bisher nicht auf die nearktische Getreidehalmwespe C. tabidus übergegangen, was für die hohe Wirtsspezifität dieses Koinobionten spricht. |
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