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Banchinae |
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[ Hymenoptera , »Parasitica« , Ichneumonidea , Ichneumonidae ] |
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Diese relativ artenreiche Unterfamilie ist auch in unseren Breiten reich entwickelt und durch das Auftreten einiger Großgattungen bemerkenswert. Es handelt sich um koinobionte Endoparasiten von Lepidopteren. |
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Die einzelnen Triben |
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In der Tribus der Glyptini dominieren die Vertreter der Gattung Glypta, die speziell auf versteckt lebenden, d. h. in Blattrollen, Knospen, Zapfen oder in Stengeln fressenden Kleinschmetterlingen parasitieren. Die Glypta-Arten fliegen überwiegend im Hochsommer in Wiesen und Waldgebieten. Einige Arten sind wichtige Parasiten von Forstschädlingen, z. B. schmarotzt G. resinanae in den Harzgallen des Kieferngallenwicklers oder Cephaloglypta murinanae in den Larven des Tannentriebwicklers Choristoneura murinanae. Die Atrophini (= Lissonotini) sind bei uns vor allem durch die Gattung Lissonota vertreten. Als Wirte werden Tortriciden, aber auch eine Reihe anderer Microlepidopteren genannt. In trockenen, wärmeren Gegenden sowie in den Subtropen und Tropen dominieren die Syzeuctus-Arten. Die Tribus der Banchini umfaßt Arten, die mehr freilebende Lepidopteren bevorzugen und dementsprechend auch oft einen kürzeren Legebohrer besitzen als die vorhingenannten Vertreter. Die vorwiegend offene Habitate (Gras- und Buschland, Sandgebiete etc.) bewohnenden Arten der Gattung Exetastes fliegen teilweise sehr früh oder sehr spät im Jahr, einige sind eifrige Blütenbesucher. Als Wirte dienen vor allem unbehaarte Noctuidenlarven, die sich im Boden verpuppen. Ähnliches gilt für Banchus spp., die größere Eulenraupen bevorzugen, aber auch in anderen Macrolepidopteren parasitieren. Die Wirtsspezifität der meisten Arten entspricht meist einer Oligophagie bis Monophagie. |
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Entwicklung |
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Die Eiablage der Banchinae erfolgt in der Regel in junge Wirtslarven, die Entwicklung der Parasitenlarven jedoch erst in dem älteren Stadium bzw. in der Präpuppe des Wirtes. C. murinanae, beispielsweise, belegt bereits die frisch geschlüpfte Choristoneura-Larve im Juli, geht dann als Junglarve in Diapause und überwintert im Hibernaculum des Wirtes. Im Frühjahr erfolgt die Weiterentwicklung, wobei der Wirt erst im letzten Larvenstadium abgetötet wird. Die ausgewachsene Parasitenlarve verläßt den leeren Wirt und spinnt sich im Juni einen dünnen, durchsichtigen Kokon an den Triebspitzen der Tannen, in dem die 2 - 3 wöchige Puppenruhe erfolgt. Die Entwicklung erfolgt in der Regel solitär und stets univoltin, d. h. mit jener des Wirtes eng synchronisiert. Die Parasitenkokons leiden stark unter fakultativer Hyperparasitierung durch andere Schlupfwespen und Erzwespen, die normalerweise als Puppenparasiten des Tannentriebwicklers fungieren. |
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