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Die Vertreter dieser
artenarmen morphologisch aberranten Unterfamilie fallen durch
die kurzen Palpen, die reduzierte Flügeladerung und durch
den stark gekrümmten Legebohrer auf. Auf den Britischen
Inseln sind nur 3 Arten vertreten, die alle zur Gattung
Neoneurus gehören. Bei uns tritt noch die Gattung
Elasmosoma hinzu.
Soweit bekannt, handelt es sich
bei den Neoneurinen um Endoparasiten adulter Ameisen. Die
Weibchen der Brackwespen rütteln oft zu mehreren über
den Nestern von Waldameisen (Formica spp.), Holzameisen
(Camponotus
spp.) bzw. Wiesenameisen (Lasius spp. etc.). Von dort
stoßen sie nach Falkenart auf die Arbeiterinnen herab, um
ihre Eier abzulegen. Die Ameisen versuchen, die Schmarotzer mit
hochaufgerichtetem Kopf und weit geöffneten Mandibeln
abzuwehren. Die Larvalentwicklung erfolgt offenbar im Hinterleib
des Wirtes. Befallene Ameisen sollen sich, wenn die
Parasitenlarve erwachsen ist, vom Nest absondern und auf einem
Grashalm festbeißen. Die Schmarotzerlarve verläßt
den moribunden Wirt, um im Boden einen Kokon zu spinnen, wo auch
die Verpuppung erfolgt. Bisher scheint nur E. berolinense
gezogen worden zu sein, doch dürften die Verhältnisse
bei E. viennense bzw. bei N. halidayi und den
anderen Neoneurus-Arten ähnlich liegen. Offenbar
fehlen detaillierte neuere Beobachtungen über diese
interessante Parasitoidengruppe, so daß die vorstehenden
Angaben der Nachprüfung bedürfen.
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