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Diese mäßig artenreiche,
weltweit verbreitete Unterfamilie ist bei uns mit ein paar
Dutzend Arten vertreten, die fast alle der Gattung Macrocentrus
angehören. Ob die wenigen Vertreter der Gattung Zele
(= Zemiotes) hierher (oder zu den Meteorini) gehören,
ist nicht völlig gesichert. Letztere sind relativ große
Braconiden mit kurzem Ovipositor und ihre rotgelbe Färbung
deutet darauf hin, daß sie nachtaktiv sind. Demgegenüber
besitzen die Macrocentrus-Arten auffallend lange
Legebohrer.
Die Macrocentrinae sind typische
koinobionte Endoparasiten der Larven von Lepidopteren.
Zele spp. parasitieren Macrolepidopteren, vor allem
Noctuiden und Geometriden, während die Macrocentrus-Arten
versteckt lebende Microlepidopteren (speziell Tortriciden)
bevorzugen, doch gibt es auch einige Arten, die die stengel-
oder wurzelbohrenden Raupen von Großschmetterlingen
(Noctuidae, Sesiidae) attackieren. Manche Arten scheinen mehr
pflanzen- wirtspezifisch zu sein.
Es treten sowohl
solitäre wie gregäre und - als Ausnahme unter den
Braconiden - auch einige Arten mit Polyembryonie auf, z. B. M.
grandii, M. linearis bzw. M. collaris, wobei
bis zu 50 Parasitoiden-Individuen je Wirtslarve gebildet werden
können. Einige solitäre Arten scheinen abortive
Embryoteilungen durchzumachen, d. h. das Ei teilt sich nach der
Ablage in mehrere Embryos, von denen jedoch nur einer zur
Entwicklung kommt, während die anderen absterben, sobald
die erste Junglarve geschlüpft ist. Ob dieses Verhalten zur
Schwächung der Immunabwehr des Wirtes dient, bleibt
abzuwarten.
Die Larvalentwicklung erfolgt normalerweise
in der Wirtsraupe, doch sind einige Arten bekannt (z. B. M.
linearis, M. equalis), welche den Wirt vorzeitig
verlassen und ihre Fraßzeit als Ektoparasiten beenden.
Nach Abschluß derselben wird ein meist brauner Kokon am
Verpuppungsort des Wirtes gesponnen. Gregäre Arten von
wurzelbewohnenden Wirten bilden ihre Kokons gemeinsam
(bienenwabenartig) im Boden, solche von laubbewohnenden Wirten
an den Blättern in einem Gespinsthaufen.
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