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U.-Fam.: Braconinae |
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[ Hymenoptera , »Parasitica« , Ichneumonidea , Braconidae ] |
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Verbreitung + Merkmale |
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Diese sehr artenreiche, weltweit verbreitete Unterfamilie ist nur auf dem Gattungsniveau besser bearbeitet, während die Artsystematik sehr im Argen liegt. Auf den Britischen Inseln sind über 50 Arten nachgewiesen, doch steigt die Artenzahl nach Süden zu rasch an. Es handelt sich um relativ ursprüngliche, "cyclostome" Braconiden. Typisch sind das abgeflachte 1. Abdominalsegment (Petiolus), die 5gliedrigen Palpen, sowie die oft dunkel gefärbten Flügel. |
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Wirtskreis |
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Biologisch handelt es sich um solitäre oder gregäre Ektoparasiten (Idiobionten) von verschiedenen holometabolen Insekten. Die ursprünglicheren Vertreter der Braconinae bevorzugen überwiegend versteckt lebende Käferlarven, während höher evoluierte Formen mehr bei Lepidopteren, seltener bei Dipteren oder Blattwespen schmarotzen. Die Arten der Großgattung Bracon s. l. sind überwiegend mit Kleinschmetterlingen vergesellschaftet, vor allem mit Wicklern, Zünslern und anderen endophytisch lebenden Microlepidopteren. Eine ganze Reihe von Arten attackiert jedoch Coleopteren, speziell Rüsselkäfer-Larven sowie solche von Chrysomeliden, Cerambyciden und gelegentlich auch von Borkenkäfern. Mehrfach wurden Bracon-Arten auch aus Halmwespen der Gattung Cephus, Hartigia und Janus gezogen. Auch einige Dipteren werden als Wirte geführt. Angehörige der Gattungen Atanycolus und Iphiaulax wurden speziell in Bockkäfer- und Prachkäfergängen als Parasiten beobachtet, während die Coeloides-Arten vor allem Borkenkäfer, seltener Rüsselkäfer und Prachtkäfer in Nadelhölzern bevorzugen. Bei der Wirtswahl scheint das Habitat der Wirte eine größere Rolle zu spielen als deren Verwandtschaftsverhältnisse. Einige exotische Arten der Tribus Aspidobraconina weichen insofern ab, als sie als gregäre Endoparasiten in freiliegenden Tagfaltergruppen entwicklen. |
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Biologie |
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Die Wirte werden vor der Eiablage paralysiert. Beispielsweise stechen Coeloides bostrychorum und C. abdominalis die Larven des Buchdruckers und mehrerer anderer Nadelholz-Borkenkäfer durch die Rinde an. Bevorzugt werden Altlarven des Wirtes befallen und oft werden nahezu alle Larven eines Brutganges parasitiert. Superparasitismus wurde nicht beobachtet. Die Embryonalentwicklung wurde, je nach Temperatur, in 2 - 4 Tagen durchlaufen und die Schmarotzerlarven entwickelten sich dann solitär, außen an den Altlarven (seltener an den Präpuppen) der Wirtskäfer. Die Verpuppung erfolgt in einem weiß-gelben Kokon in der Puppenwiege des Wirtes und bereits nach einer Gesamtentwicklungszeit von 3 - 4 Wochen erschienen im Juli die Imagines der neuen Parasitengeneration, die dann die Sommerbrut der Borkenkäfer befällt. Die Überwinterung erfolgt als Präpuppe im Kokon ins Gangsystem der Wirte, wobei eine echte Kokondiapause vorliegt, so daß die Frühjahrsgeneration der Parasitoiden erst im Mai zum Schlüpfen kommt. |
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