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Das
Vorkommen dieser sehr artenarmen, aber weit verbreiteten Familie
ist, wie jenes ihrer Wirte (Spinnfüßler der Ordnung
Embioptera),
auf die Tropen und Subtropen der Alten und Neuen Welt
beschränkt. In Europa ist bisher eine einzige Art bekannt
(Sclerogibba crassifemorata), die aber augenscheinlich
nur zweimal, auf der Insel Ustica nördlich von Sizilien
sowie am Peleponnes gefunden wurde. Auch aus Nordamerika ist nur
eine Art beschrieben, Probethylus schwarzi aus
Arizona.
Die Sclerogibbidae scheinen den Bethyliden
nahe zu stehen, sind aber durch die nahe dem Mund eingelenkten
Fühler mit 17 - 40 Segmenten von den verwandten Gruppen
(Bethylidae,
Embolemidae
etc.) zu unterscheiden, welche nur 10 - 13 gliedrige Antennen
aufweisen. Die Weibchen sind flügellos, die Männchen
geflügelt. Auffallend sind auch der lange, abgeflachte Kopf
und die oft stark verbreiterten Vorderbeine.
Über
die Biologie ist sehr wenig bekannt. Sicher ist, daß es
sich um Ektoparasitoiden von Embien
handelt, wobei die Larven quer über dem Thorax ihrer Wirte
sitzen sollen. Befallene Wirte sind zunächst noch aktiv,
werden aber später gelähmt und abgetötet. Die
älteren Schmarotzerlarven fressen dann den Wirt auf und
verpuppen sich in einem zigarrenförmigen, weißen
Kokon von 4 - 5 mm Länge in den Gespinströhren ihrer
Wirte. Die Weibchen scheinen diese Gespinste kaum zu verlassen.
Von einigen Sclerogibbiden sind bisher nur Weibchen bekannt
geworden, so daß die Existenz thelytoker Arten
wahrscheinlich ist.
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