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Die vermutlich mit den
Torymiden verwandten Ormyriden repräsentieren eine
artenarme Gruppe metallisch gefärbter, 1 - 7 mm großer
Erzwespen. Typische Merkmale sind die im Gegensatz zu den
Torymiden
gekrümmte Körpergestalt, die kurzen, 13-gliedrigen
Antennen sowie das beim Weibchen konisch verlängerte,
zugespitzte Abdomen, dessen Legebohrer versteckt bleibt und
dessen Segmente grob skulpturiert erscheinen. Im Vorderflügel
fällt die lange Marginalader auf, während die
Stigmalis und Postmarginalis sehr kurz sind. Einzelne Arten sind
in Grösse und Färbung ungemein variabel.
Weltweit
sind etwa 60 Arten beschrieben, von denen nur 3 Arten der
Gattung Ormyrus in Großbritannien und etwa ein
Dutzend Arten in Europa vorkommen. Wahrscheinlich leben die
meisten Arten bei gallenbildenden Insekten, vor allem bei
Gallwespen, seltener bei Gallmücken oder in
Blütenkopfgallen von Tephritiden. Als weitere Wirte werden
cecidogene und samenfressende Erzwespen angegeben. In den Tropen
kommen Ormyridae auch bei Feigenwespen
vor. Unter den Cynipiden scheinen die an krautigen Pflanzen
lebenden Gallwespen (z. B. Isocolus-, Xestophanes-,
Aylax- und Diastrophus-Arten) bevorzugt zu werden,
während Eichengallen nur wenigen Ormyrus-Arten als
Wirte dienen. Über die Biologie der einzelnen Arten ist so
gut wie nichts bekannt. Vermutlich handelt es sich um
fakultative oder obligatorische Hyperparasiten anderer
Gallen-Parasitoiden. Ansonsten dürfte die Lebensweise der
Ormyridae weitgehend jener der parasitischen Torymidae
ähneln.
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