Fam. Mymarommatidae

[ Hymenoptera , Chalcidoidea ]


Systematik

Von diesen winzigen, weniger als 1 mm großen Erzwespen sind momentan nur 16 ausgestorbene und rezente Arten aus 3 Gattungen beschrieben. Die rezenten Arten gehören alle der Gattung Palaeomymar (=Mymaromma) an. Ausgestorben sind die Gattungen Archaeromma, gefunden in ca. 78 Mill Jahre altem kannadischem Bernstein, sowie die Gattung Galloromma, gefunden in 100 Mill. Jahre altem französischen Bernstein. 5 Arten der Gattung Palaeomyrmar konnten in baltischem Bernstein gefunden werden. Zahlreiche weitere Arten dürften jedoch noch zu entdecken sein.

Die Einordnung dieser Familie bei den Chalcidoidea ist strittig, da eine Reihe morphologischer Merkmale, z. B. in der Sensillenstruktur der Antennen, stark von denen der Erzwespen abweichen. Ob es sich hier um Reduktionserscheinungen im Zusammenhang mit der geringen Körpergröße dieser Tiere oder um eigenständige, apomorphore Merkmale handelt, bleibt abzuklären. Gibson et. al (1999) stellt die Mymarommatidae auf Grund der morphologischen Merkmale als eigene Überfamilie Mymarommatoidea den Chalcidoidea als Geschwistergruppe gegenüber.


Merkmale

Typisch sind die geknieten Fühler mit einem verlängerten Schaft, die exodonten Mandibeln sowie das lange Pronotum, das die Tegulae erreicht. Besonders auffallend sind die aderlosen Vorderflügel, deren Membran deutlich retikuliert erscheint, während die Hinterflügel reduziert und nur stielartig ausgebildet sind. Schließlich ist noch der lange, deutlich 2-gliedrige Petiolus zu erwähnen.


Biologie

Bei uns kommt nur eine selten gefundene Art vor, über deren Lebensweise, ebenso wie über die der anderen Arten der Gattung, leider nichts bekannt ist. Die geringe Körpergröße der Mymarommatidae läßt vermuten, daß es sich unter Umständen um Eiparsiten handeln könnte.


Mymarommatidae


P-Online

Last modified: 13.03.02