Chrysolampidae

[ Hymenoptera , Chalcidoidea ]


In unseren Breiten treten nur wenige Arten auf, deren Lebensweise weitgehend unbekannt ist.

Eine Ausnahme ist Chrysolampus thenae, deren Larven sich ektoparasitisch an Meligethes pedicularis (Nitidulidae) in den Blütenköpfen der Zaunrübe (Betonica officinalis) entwickeln. Die Junglarven von Chrysolampus finden sich oft zu mehreren an der Unterseite der erwachsenen Glanzkäfer-Larven. Sie gehen mit der ausgewachsenen Wirtslarve in den Boden und entwickeln sich dann im Puppengehäuse des Wirtes, welcher noch vor der eigentlichen Verpuppung ausgesaugt wird. Je Wirt kann sich offenbar nur eine Parasitoiden Larve erfolgreich entwickeln; diese überwintert in der leeren Wirtszelle, um sich erst im folgenden Frühjahr zu verpuppen. In Nordamerika wurden Chrysolampinen auch von holzbewohnenden Coleopteren der Familie Lyctidae und Anobiidae gezogen.

Die Junglarven sind vom hymenopteriformen Typ, aber hinten stark zugespitzt, wobei das letzte Segment zweilappig erscheint. Auffallend sind dreieckig-napfartige Erhebungen auf den Segmenten 2 - 9. Die Altlarven sind typisch hymenopteriform. Die im Gegensatz zu den Perilampinae stark vereinfachte Lebensweise, der offenbar auf endophytische Coleopteren beschränkte Wirtskreis sowie gewisse morphologische Merkmale (z. B. das Fehlen eines Planidiums) lassen es fraglich erscheinen, ob die Chrysolampinae den Perilampinen anzuschließen sind oder ob sie nicht besser in die Verwandschaft der Pteromalidae gestellt werden sollten, wie dies von mehreren Autoren gehandhabt wird.


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Last modified: 12.03.02