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Fam.: Megaspilidae |
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[ Hymenoptera , »Parasitica« , Ceraphronoidea ] |
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Von dieser ebenfalls weltweit verbreiteten Familie sind von den Britischen Inseln etwa 60, aus Finnland knapp 50 Arten beschrieben; sie ist also etwas umfangreicher als die Ceraphronidae. Meist ist ein auffallendes Pterostigma im Vorderflgel entwickelt, doch kommen brachyptere und aptere Arten vor. Die Zahl der Fühlerglieder ist bei beiden Geschlechtern konstant (11), die Einlenkung der Antennen liegt nahe dem Mund und das Abdomen ist mehr deprimiert. Ein Waterston-Organ fehlt. Als wichtigste Gattungen sind Conostigmus, Dendrocerus, Megaspilus und Trichosteresis zu nennen sowie die in eine eigene Unterfamilie gestellte Gattung Lagynodes mit stets flügellosen Weibchen und meist geflügelten Mnnchen. Die ameisenähnlichen Lagynodes-Weibchen scheinen gut an das Bodenleben angepaßt. Es fehlen ihnen die Ocellen. Man findet sie auch in Ameisennestern, aber ihre Wirte sind bis heute unbekannt. Die bisher vorliegenden, erratischen Zuchtbefunde von Megaspilinen deuten auf einen sehr heterogenen Wirtskreis hin. Conostigmus-Arten wurden vor allem aus Dipteren-Puparien (Syrphiden, Tachinen, Tse-Tse-Fliegen) gezogen; einige Ameisengäste dürften bei myrmekophilen Dipteren leben. Es handelt sich offenbar um teilweise gregre Ektoparasiten der Puppen innerhalb ihrer Tönnchen. Dendrocerus (= Lygocerus)-Arten sind in der Regel mit Homopteren vergesellschaftet. Sie schmarotzen entweder als obligatorische Hyperparasiten ektoparasitisch in Blattlausmumien (an Aphidiinen oder Apheliniden), sowie in parasitierten Schildläusen (Pseudococcidae) und Blattflöhen (Psyllidae). Mehrere Arten leben als primäre Endoparasiten in Blattlausräubern (Cecidomyidae, Syrphidae, Chamaemyidae, Chrysopidae, Coniopterygidae und Hemerobiidae). Hier scheint eine ökologisch-ethologische Wirtskreiserweiterung stattgefunden zu haben. Auch phytophage Dipteren werden als Wirte genannt. Die Megaspilus- und Trichosteresis-Arten dürften ebenfalls in Dipterenpuparien schmarotzen (z. B. bei Syrphiden), aber ihr Wirtsspektrum ist nahezu unbekannt. Als weitere Wirte von Megaspiliden werden Schildläuse und Mecopteren (Boreidae) genannt. Biologisch untersucht wurden nur einige Dendroctonus-Arten, die als Pseudo-Hypoparasiten von Blattlaus-Brackwespen eine wirtschsftlich unerwünschte Rolle spielen können. Dies gilt beipielsweise für D. carpenteri, eine häufige Art, die bei uns unter anderem in mumifizierten Getreideblattläusen schmarotzt. Allgemein scheint Ektoparasitismus zu dominieren und umhüllte, in Kokons, Puparien oder Mumien lebende Wirte bevorzugt zu werden. Die in Blattlausräubern, z.B. in Chamaemyidenlarven der Gattung Leucopsis, lebenden Dendrocerus-Arten dürften aber durchwegs Endoparasiten sein, die bereits die freilebenden Altlarven der Wirte befallen, aber erst aus deren Puparien schlüpfen. Es scheinen 4 Larvenstadien vorzuliegen, die alle vom hymenopteriformen Typ sein sollen. Bei D. carpenteri trägt die erwachsene Larve (L4) einen analen Hornfortsatz, der angeblich zur Abwehr von weiteren Hyperparasiten dienen soll. |
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