- Biologisch
einheitlich sind, wie erwähnt, die artenreichen Goniini,
die sie durch Mikrooviparie auszeichnen. Der Wirtskreis umfaßt
in erster Linie Mikro- und Makrolepidopteren. Einige Arten
haben abweichende Wirte, z. B. alle Myxexoristops-Arten,
welche ausschließlich Blattwespen, vor allem
Gespinstblattwespen (Pamphiliidae) befallen. Oxytata
pallipes ist eine Schmarotzer des gemeinen Ohrwurms
(Forficula auricularia). Die Eiablage erfolgt auf
Pflanzenteile, welche vorher von Ohrwürmern angefressen
wurden. Das 2. Larvenstadium überwintert im Wirt und
schafft sich später eine sekundäre Atemöffnung
am Nacken des Wirtes. Die gesamte Larvalentwicklung dauert etwa
10 Monate, so daß nur eine verzettelte Generation pro
Jahr zur Ausbildung kommt, mit Flugzeit der Imagines von Juni
bis September. Die Verpuppung der Parasiten erfolgt außerhalb
der Wirtsreste. Pexopsis aprica und vermutlich auch
Erythrocera nigripes sind Parasiten erwachsener
Melolonthinen. Die Eier werden auf Blättern abgelegt, wo
sie von den Käfern (Melolontha
spp., Rhizotrogus spp.) mit der Nahrung aufgenommen
werden. Wichtige bei Lepidopteren schmarotzenden Gattungen sind
Zenillia, Masicera, Sturmia und vor allem
Gonia, wobei Vertreter der letzteren vor allem Noctuiden
befallen und bis zu 4.000 Eier ablegen können. Manche
Arten sind recht polyphag und schmarotzen sowohl bei Makro- wie
bei Mirkolepidopteren, z. B. Zenillia libatrix und Pales
pavida. Andere sind oligophag, z. B. Masicera
sphingivora, die, wie der Name besagt, Schwärmerraupen
bevorzugt, Sturmia bella, welche in erster Linie
Tagfalter als Wirte aufweist, oder Gonia picea, die
speziell in Graseulen lebt.
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Daneben gibt es aber
auch zahlreiche Spezialisten, so die hochgradig monophage Arten
Cyzenis albicans, ein wichtiger Parasit des kleinen
Frostspanners. Der Uterus des Cyzenis-Weibchens enthält
bis zu 2.000 schwarz gefärbte, etwa 0,17 mm lange Eier.
Die im Darm von Operophtera
schlüpfenden Junglarven wandern zunächst in die
Speicheldrüsen ein. Erst nach der Verpuppung des Wirtes
wird eine sekundäre Atemöffnung mit Trichterbildung
zwischen den Gliedmaßen oder den Hinterleibsringen der
Puppe gebildet. Die Entwicklung verläuft stets solitär,
auch wenn mehrere Eier von der Spannerraupe aufgenommen werden.
Das Puparium wird in der leeren Wirtspuppe im Boden gebildet,
wo auch die Überwinterung erfolgt. Wurden die Eier an
andere Schmetterlingsraupen verfüttert, so kamen sie in
der Regel nicht zur Entwicklung. Cyzenis ist zur
biologischen Bekämpfung des verschleppten Frostspanners
nach Nordamerika eingeführt worden und hat diesen dort -
in Zusammenwirken mit einer ebenfalls angesiedelten
Schlupfwespe (Aprypon flaveolatum) - erfolgreich unter
Kontrolle gebracht.
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