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U.Fam.: Dexiinae |
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[ Diptera , Tachinidae ] |
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Die Dexiinae sind durch den charakteristischen Bau des männlichen Genitalapparates als einheitliche Unterfamilie gekennzeichnet und auch in biologischer Hinsicht durch die ovolavipare Fortpflanzung relativ homogen, während ihr Wirtskreis sich als recht heterogen erweist. In Mitteleuropa sind an die 75 Arten vorhanden, darunter etliche alpine bzw. boreo-alpine Formen. Im Süden und in den Steppengebieten des Ostens nimmt die Artenzahl zu. |
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Tribus Dexiini |
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Das Wirtsspektrum ist nur auf Tribus-Basis typisch, z. B. bei den Dexiini, die größere Käferlarven, welche im Erdboden, im Mulm oder unter Rinde leben, bevorzugen. Im Vordergrund stehen hier vor allem Engerlinge, sowie die Larven von Hirsch- und Bockkäfern und deren Verwandten. So ist beispielsweise die langbeinige Dexia rustica ein typischer Parasit der Maikäfer-Engerlinge, befällt aber auch Phyllopertha-, Amphimallon und Rhizotrogus-Arten. Die auf den Boden abgelegten Eilarven schlüpfen bereits bei der Eiablage und beginnen nach Engerlingen zu suchen, die selbst in 30 - 35 cm Tiefe noch von ca. 10 % der Larven gefunden werden. Sie bohren sich auf deren Dorsalseite ein, bilden eine primäre Atemöffnung mit Trichter und überwintern als L2 im Wirt, den sie dann im Frühjahr abtöten. Die Verpuppung erfolgt im Mai im Erdboden und die Fliegen erscheinen nach einer 5 - 6 wöchigen Puppenruhe im Juni-Juli. Bevorzugt werden mittlere und ältere Engerlingsstadien, während solche im ersten Entwicklungsjahr nicht angenommen werden. Es liegt eine Tendenz zum Gregärparasitismus vor, da, je nach Wirtsgröße, 1 - 6 (meist 2 - 3) Fliegenmaden je Wirt zur Entwicklung kommen. Südliche Arten können 2 - 3 Generationen pro Jahr auf dem gleichen Wirt hervorbringen. Bei manchen Dexiini hat offenbar eine ökologische Wirtskreiserweiterung stattgefunden. So sind zum Beispiel Billaea-Arten aus stengel- und holzbewohnenden Zünslern sowie aus Tabanidenlarven gezogen worden. Trixa conspersa ist ein gregärer Schmarotzer des Hopfenwurzelbohrers (Hepialus lupulinus). |
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Tribus Voriini |
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Die Voriini sind durchwegs Parasiten von Schmetterlingsraupen und den Afterraupen der Blattwespen. Beispielsweise ist die häufige Voria ruralis ein typischer Schmarotzer von Eulenraupen, speziell bei den Plusia-Arten, in deren Larven sie sich teilweise gregär (bis zu 6 Maden pro Wirt) entwickelt. Andere Arten sind relativ polyphag bei verschiedenen Familien der Großschmetterlinge (z. B. Thelaira nigripes), doch überwiegt deutlich die Oligophagie und einige Arten scheinen monophag zu sein. |
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Tribus Dufouriisini |
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Biologisch relativ einheitlich sind die Vertreter der Dufouriini, die als Imaginalparasiten von Käfern fungieren, gelegentlich aber schon deren Larven attackieren. Typisch ist auch, daß die dünnhäutigen Eier mit der schlüpfreifen Larve darin mittels eines besonders adaptierten Legeapparates an den Wirt angelegt werden. Dufouria-Arten wurden aus Schildkäfern (Cassida spp.) gezüchtet, welche im Altlarvenstadium befallen werden, doch erfolgt die eigentliche Entwicklung des Parasiten erst im Abdomen der adulten Käfer nach deren Überwinterung, so daß die Wirte im Frühjahr leergefressen werden. Die erwachsene Made verläßt den Wirt durch den After und verpuppt sich im Boden; der Käfer stirbt meist einige Tage später. Es liegt stets solitäre Entwicklung vor. Microsoma exigua schmarotzt demgegenüber nur in adulten Rüsselkäfern, vor allem der Gattung Sitona, welche an Klee und Luzerne schädlich werden können. Freraea gagatea ist ein gregärer Parasit adulter Laufkäfer. Einzigartig sind die Rondania-Arten, welche adulte Curculioniden (Brachyderus-, Otiorhynchus-, Cleonus-, Larinus-Arten und Verwandte) angreifen, Die kleinen Fliegen nähern sich dem Wirtskäfer und schieben ihm während des Fressens ein Ei (mit voll entwickelter Junglarve) in den Oesophagus. Hierzu benutzen sie die ungewöhnlich verlängerte Legeröhre, welche etwa dreimal so lang ist, wie die Fliege selbst. Hört der Käfer zu fressen auf, bevor die Eiablage gelungen ist, so zieht das Weibchen das Legerohr wieder ein, verbleibt aber in Lauerstellung in der Nähe des Opfers. Eine südafrikanische Art der Gattung Rossimyiops schmarotzt bei Embiopteren. |
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Tribus Rutiliini |
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Ungewöhnlich attraktive, metallisch bunte und meist auch recht große Fliegen finden sich in der Tribus der Rutiliini, welche in der australischen Region beheimatet sind und nach Südostasien ausstrahlen. Ihre Wirte scheinen in der Regel Scarabaeiden-Engerlinge zu sein. |
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