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Fam.: Pyrgotidae |
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( Diptera ) |
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Verbreitung |
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Diese über 300 Arten umfassende Familie mittelgroßer bis großer Fliegen (6 - 18 mm) mit langen, teilweise stark verdunkelten Flügeln ist sehr unzureichend bekannt. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt in den Tropen Afrikas, Asiens und Australiens, während in Amerika und in der Palaearktis nur wenige Arten vorkommen, im wärmeren Mitteleuropa nur Adapsilia caarctata. Verwandtschaftlich stehen sie vielleicht den Tephritiden nahe. Bisher sind 7 Arten gezogen worden und zwar alle als Endoparasiten von adulten Scarabaeiden der Gattungen Anomala, Adoretus, Popillia und Lachnosterna. |
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Biologie |
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Die Imagines sind häufig nachtaktiv
und die meisten Pyrgotiden in unseren Museen sind am Licht
gefangen worden. Die Weibchen suchen fressende Blatthornkäfer
an ihren Wirtspflanzen und bleiben in deren Nähe. Sobald der
Käfer auffliegt, stürzen sie sich auf ihn, durchstechen
seine Cuticula mit ihrem scharfen Legebohrer und legen das Ei ab.
Meist wird es dorsal am Vorderende des Abdomens eingestochen,
weil dort die Sclerotisierung schwächer ist. Der Käfer
klappt die Flügel zusammen und fällt zu Boden, mit der
Fliege noch auf seinem Rücken. Die Erstlarve frist im
Abdomen des Wirtes, ebenso wie die beiden folgende Larvenstadien,
wobei der Wirtskörper völlig leergefressen wird.
Weibliche Käfer sind oft stärker parasitiert als
männliche, doch kann dies bei anderen Arten gerade umgekehrt
sein. Die Eidauer wird mit 3 Tagen, die Fraßzeit der Larven
mit etwa 2 Wochen angegeben. Vermutlich dominiert die solitäre
Entwicklung; bei einer gregären, australischen Art wurden
jedoch über 30 Larven je Käfer gezogen. Die
Pupariumbildung erfolgt im leeren Wirtsabdomen so, daß das
Vorderende des Tönnchens gegen das Hinterende des Wirtes
gerichtet ist. In Australien wurde auch eine Art beobachtet, die
sich an fressende Käfer anpirschte, vorsichtig ihre lange
Legeröhre ausfuhr und diese unter den Käfer schob. Aus
Brasilien wird die Ablage reifer Eier (Ovolarviparie) gemeldet.
Diese abweichenden Befunde zeigen nur, wie wenig wir bisher über
die Lebensweise dieser attraktiven Fliegen wissen. |
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