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Fam.: Muscidae (+ Eginiidae) |
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( Diptera ) |
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Unter den Musciden (weltweit 3900 Arten) treffen wir einige echte Wirbeltierparasiten an (Passeromyia, Philornis), die in den Nestern verschiedener Vogelarten meist Jungvögel befallen und teilweise als Endoparasiten fungieren. Der parasitoide Lebensformentyp ist bisher nur von Vertretern der Unterfamilie Eginiinae bekannt. Es ist noch strittig, ob diese Unterfamilie zu den Muscidae zu stellen ist (wie dies heute mehrheitlich gehandhabt wird), oder ob ihre aberranten Arten in eine eigene Familie einzuordnen sind. Biologisch fallen sie stärker aus dem Rahmen, handelt es sich doch um solitäre Endoparasiten von Diplopoden. Bei uns tritt nur Eginia ocypterata auf, die nordwärts bis Dänemark verbreitet ist und in Portugal als Schmarotzer einer Juliden-Art (Ommatoiulus moreletii) gezogen wurde. Auch in Japan und Australien wurden Vertreter der artenarmen Eginiinae aus einem Tausendfüßler erhalten. Die Eier werden hinter dem Kopf des Wirtes angeklebt (bis zu 7 Stück); die Junglarven bohren sich ein und die älteren Larven fressen später auch im hinteren Teil des Juliden. Es kommt jedoch nur eine Larve pro Wirt zur Entwicklung, mit Pupariumbildung in der leeren Wirtshaut. |
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In der Literatur werden häufig auch Muscina-Arten als Schmarotzer von verschiedenen Insekten, hauptsächlich bei Raupen von Groß-Schmetterlingen genannt. So liegen vor allem für M. stabulans, M. prolapse und M. pascuorum eine ganze Reihe solcher Wirtsnachweise vor. Dies gilt ebenso für einige weitere Angehörige der Muscidae. In allen diesen Fällen scheint aber festzustehen, daß es sich um Nekrophagie handelt, d. h. es werden offensichtlich nur bereits letal geschwächte Insekten, z. B. Raupen, die an einer Virusseuche leiden, befallen. Dafür spricht auch, daß die genannten Muscina-Arten häufig aus Aas, Kot, faulenden Pilzen usw. gezogen wurden. M. stabulans kann bei Wirbeltieren Myasis verursachen; andererseits spielen die Altlarven dieser Art als Räuber von Stubenfliegenlarven eine nützliche Rolle. Einige Musciden treten auch in den Nestern sozialer Hymenopteren (Wespen, etc.) auf, doch dürfte es sich dabei um rein detritophage, seltener um räuberische Formen handeln. |
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