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Ord.: Coleoptera - Käfer |
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Obwohl es eine große Zahl von
karnivoren räuberisch lebenden Käfern gibt, ist es nur
relativ wenigen Vertretern dieser extrem artenreichen Ordnung
gelungen, sich auf eine parasitoide Lebensweise umzustellen.
Möglicherweise waren die geringere Beweglichkeit und das
eingeschränkte Flugvermögen dieser Insekten sowie das
Fehlen eines echten Legebohrers der Ausbildung dieses
Lebensformentyps hinderlich. Dennoch sind in einer Reihe von
nicht näher verwandten Familien mehr oder minder typische
Parasitoide anzutreffen. In der Regel handelt es sich dabei um
ektoparasitisch lebende Formen, während Endoparasitismus
sehr selten auftritt und im wesentlichen auf die Familie
Ripiphoridae beschränkt erscheint. |
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Parasitoide treten nur in 8 Käferfamilien auf. Allerdings nur bei den Staphylinidae, Meloidae und Rhipiphoridae treten parasitoide Lebensformen häufiger oder regelmäßig auf. |
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Als Raubparasiten in den Eisäcken von Schildläusen fungieren noch einzelne Coccinelliden und Anthribiden, die zu ihrer Ernährung jeweils nur ein Eigelege benötigen und deshalb als Eiparasiten betrachtet werden dürfen. |
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Biologisch weisen diese parasitoiden Formen eine Reihe von gemeinsamen Besonderheiten auf. In nahezu allen Fällen werden die Eier nur in die Nähe oder sogar weit entfernt von den Wirten abgelegt. Es bleibt also den Junglarven überlassen, geeignete Wirte zu finden. Dies geschieht entweder aktiv (z. B. bei den parasitoiden Staphylinidae) oder weitgehend passiv durch Benutzung eines Transportwirtes, also auf dem Wege der Phoresie, (z. B. bei den meisten Meloidae und Rhipiphoridae). Im Zusammenhang mit diesem Typ der Wirtsfindung tritt regelmäßig eine Hypermetamorphose auf: Die beweglichen, langlebigen Junglarven vom Planidium- oder Triungulinus-Typ sind für die Wirtssuche prädestiniert, während die älteren Larvenstadien durch eine Rückbildung der Extremitäten degeneriert und wenig beweglich erscheinen und somit für eine sedentäre parasitische Lebensphase geprägt sind. |
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