|
|
Fam.: Cleridae Buntkäfer [ Coleoptera ] |
|
|
|
Auch in der Familie der Cleridae (Buntkäfer) finden sich neben vielen typischen Räubern wie den Borkenkäfern-vertilgenden Thanasimus-Arten (Ameisen-Buntkäfern), einige Arten, die Übergänge zum Ektoparasitismus zeigen, z.B. in den Gattungen Hydnocera und Trichodes. Erstere wurden mehrfach aus Larven/Puppen-Kokons von Microlepidopteren gezogen, in denen sie sich offenbar solitärparasitisch entwickelt hatten. Trichodes apiarius und T. alvearius, metallisch blau- und rotgefleckte 10 - 16 mm große Cleriden entwickeln sich in den Nestern von solitären Wildbienen, vor allem von oberirdisch nistenden Megachiliden, seltener bei Honigbienen. Die Eiablage erfolgt in kleinen Hohlräumen in der Nähe der Nester, wobei je Weibchen etwa 200 - 250 Eier abgelegt werden. Die Junglarven dringen aktiv in die Brutzellen ein, wo sie monatelang überdauern können, wenn sie nicht genügend Nahrung finden. Die Larven der Immenkäfer (oder Bienenwölfe) ernähren sich als agressive Inquilinen von den Pollen-Vorräten ihrer Wirte, vertilgen aber auch die Eier und Larven der Bienen. In Linienbauten kann sich eine Trichodes-Larve von einer Zelle zur nächsten durchbeißen und so die ganze Nestanlage zerstören. Einige Arten begnügen sich mit dem Inhalt einer einzigen Brutzelle und weisen somit eine mehr parasitoide Lebensweise auf. Vor der Verpuppung wird der Nesteingang mit Exkrementen verschlossen und die Puppenbildung erfolgt in einem rosafarbenen, seidigen Kokon. Die Puppen können mehrere Jahre überliegen, so daß die Entwicklung z. B. bei T. alvearius mindestens zweijährig ist. In ihrer Lebensweise ähneln diese, auch bei Grabwespen schmarotzenden Buntkäfer weitgehend den vorhin besprochenen Ölkäfern. |
|
Last modified: |