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Innerhalb der überwiegend
räuberischen, seltener phytophagen Carabidae (Laufkäfer)
finden sich parasitoide
Formen vor allem in der Gattung Lebia.
In Europa kommen 12 Arten der
Gattung Lebia vor, die überwiegend auf
wärmere Gebiete, vor allem auf den Mediterranbereich,
beschränkt sind. Ob alle Arten eine raubparasitische
Entwicklung durchlaufen, bleibt abzuklären.
Am bekanntesten ist L.
scapularis, deren überwinternde Imagines als
Räuber der Eier und Larven des Ulmenblatt-Käfers
Galerucella luteola leben. Das Weibchen legt im Juni
Eier, aus denen eine recht bewegliche, carabiforme Junglarve
schlüpft, mit relativ langen Beinen und paarigen
4-gliedrigen, beborsteten Abdominalanhängen. Diese
Erstlarven begeben sich auf die Suche nach den im Erdreich am
Stammfuß und unter Rinde liegenden Puppen des
Ulmenkäfers, die sich durch ein großes Loch von
außen her anfressen. Nach der 1. Häutung schlüpft
eine Engerlings-artige L2 mit stark reduzierten Beinen; ebenso
fehlen die Analanhänge. Die Sklerotisierung der Larve ist
relativ schwach, so daß dieser Larventyp eine
ektoparasitische Phase repräsentiert. Vor Abschluß
der Larvalentwicklung wird ein gelb-brauner Kokon gesponnen, in
dem die Reste der Wirtspuppe eingelagert werden können.
Hier erfolgt die Verpuppung von Lebia, gefolgt von einer
2. Generation im Jahr und anschließend die Überwinterung
der Jungkäfer.
Eine mehr oder minder typisch
parasitoide Lebensweise ist auch für gewisse
Bombardierkäfer der Gatttung Brachinus sowie
für Vertreter der Gattung Pelecium
beschrieben worden, aber anscheinend liegen hierzu wenig
detaillierte Angaben vor.
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