Fam.: Carabidae

Laufkäfer

[ Coleoptera ]

© Jürgen Trautner



Innerhalb der überwiegend räuberischen, seltener phytophagen Carabidae (Laufkäfer) finden sich parasitoide Formen vor allem in der Gattung Lebia.

  • In Europa kommen 12 Arten der Gattung Lebia vor, die überwiegend auf wärmere Gebiete, vor allem auf den Mediterranbereich, beschränkt sind. Ob alle Arten eine raubparasitische Entwicklung durchlaufen, bleibt abzuklären.

  • Am bekanntesten ist L. scapularis, deren überwinternde Imagines als Räuber der Eier und Larven des Ulmenblatt-Käfers Galerucella luteola leben. Das Weibchen legt im Juni Eier, aus denen eine recht bewegliche, carabiforme Junglarve schlüpft, mit relativ langen Beinen und paarigen 4-gliedrigen, beborsteten Abdominalanhängen. Diese Erstlarven begeben sich auf die Suche nach den im Erdreich am Stammfuß und unter Rinde liegenden Puppen des Ulmenkäfers, die sich durch ein großes Loch von außen her anfressen. Nach der 1. Häutung schlüpft eine Engerlings-artige L2 mit stark reduzierten Beinen; ebenso fehlen die Analanhänge. Die Sklerotisierung der Larve ist relativ schwach, so daß dieser Larventyp eine ektoparasitische Phase repräsentiert. Vor Abschluß der Larvalentwicklung wird ein gelb-brauner Kokon gesponnen, in dem die Reste der Wirtspuppe eingelagert werden können. Hier erfolgt die Verpuppung von Lebia, gefolgt von einer 2. Generation im Jahr und anschließend die Überwinterung der Jungkäfer.

Eine mehr oder minder typisch parasitoide Lebensweise ist auch für gewisse Bombardierkäfer der Gatttung Brachinus sowie für Vertreter der Gattung Pelecium beschrieben worden, aber anscheinend liegen hierzu wenig detaillierte Angaben vor.


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Last modified: 04.03.02