Barberfallen

[ Fangmethoden , Transport , Zucht , Präparation , Literatur ]

Barberfallen (engl.: pitfall-traps) dienen zur Erfassung von Insektenarten, die sich überwiegend aktiv auf der Bodenoberfläche fortbewegen. Es handelt sich um Gläser oder Plastikbecher, die in den Boden eingesetzt und mit einer Fangflüssigkeit angefüllt werden. Damit die Fallen bei starkem Regen nicht überlaufen, werden sie am Besten mit einem 'Regendach' geschützt. In regelmäßigen Abständen wird, wie bei den Farbschalen, die Fangflüssigkeit ausgetauscht, die gefangenen Tiere abgesiebt und zur Konservierung in 70%igen Alkohol überführt. Im Labor werden sie dann vorsortiert und später, wenn möglich, bis zur Gattung oder Art bestimmt.

Die 'einfache Version' einer Barberfalle

Nachteile

Auch Barberfallen fangen selektiv, im Falle von Laufkäfern konnte gezeigt werden, das nicht alle Arten mit der gleichen Fängigkeit gefangen werden. Das Artenspektrum, welches gefangen wird, entspricht also nicht unbedingt dem, des untersuchten Lebensraumes. Leider fallen nicht nur die zu untersuchenden Arten in diese Barberfallen, sondern auch Nacktschnecken und Kleinsäuger (Mäuse). Um dies zu vermeiden, werden die Fallen oft mit einem Maschendrahtgitter abgedeckt, dies steigert allerdings die Selektivität der Fängigkeit.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 12.07.02