Klassifikation


Es sind inzwischen weit über einer Million Tierarten und etwa eine halbe Million Pflanzenarten beschrieben geworden. Die einzelnen Arten weisen dabei einen unterschiedlich hohen Grad an Ähnlichkeit auf. Um überhaupt noch die Übersicht über diese Formenfülle zu behalten, werden die Organismen ihrer Ähnlichkeit entsprechend in verschiedenen Klassifikationsstufen zusammengefaßt.


Reich (Regnum )

Tiere (Animalia)

Abteilung (Divisio)

Eigentliche Vielzeller (Eumetazoa)

Stamm (Phylum)

Gliedertiere (Arthropoda)

Klasse (Classis)

Insekten (Insecta)

Ordnung (Ordo)

Käfer (Coleoptera)

Familie (Familia)

Borkenkäfer (Scolytidae)

Gattung (Genus)

Ips

Art (Species)

typographus (Buchdrucker)


Je nach Bedarf kann diese Klassifikation verfeinert werden

  • So wird häufig zwischen Familie und Gattung noch die Stufe der Unterfamilie eingeführt:
  • Unterfamilie (Subfamilia) - Ipinae

Anhand der Endung kann man zum Teil schon die Klassifikationsstufe erkennen

  • Familien enden immer mit ~idae,
  • Unterfamilien mit ~inae.
  • Der Artname wird immer klein geschrieben.

Einige Regeln, wenn man mit den Fachnamen konfrontiert wird

  • Eine Art ist eindeutig durch den Gattungs- und Artnamen gekennzeichnet. Der Buchdrucker heißt also Ips typographus. Es hat sich eingebürgert, daß in wissenschaftlichen Arbeiten Gattungs- und Artnamen entweder kursiv oder unterstrichen dargestellt werden. Dabei wird der Artname kleingeschrieben.:
Also: Ips typographus oder Ips typographus
  • Schreibt man eine wissenschaftliche Arbeit, so sollte auf jeden Fall irgendwann zu Beginn der Arbeit der wissenschaftliche Namen aufgeführt werden, danach ist es kein Problem, wenn man im weiteren den deutschen, oder in englischsprachigen Arbeiten den englischen Namen, verwendet. Leider ist es eine Unsitte, z.B. bei vielen amerikanischen Publikationen, in denen ausschließlich der amerikanische Name benutzt wird. Man sollte jedoch niemals davon ausgehen, daß allen Leuten diese Namen vertraut sind, oder sie unmittelbar Möglichkeiten haben, diesen nachzuschlagen. Ein weiteres Problem bei den deutschen Namen ist, daß sie oft nicht eindeutig sind. So werden zum Beispiel mit dem Begriff »Schnaken« in den einzelnen Bundesländern ganz unterschiedliche Arten in Zusammenhang gebracht.
  • Wurde am Beginn der Arbeit einmal der vollständige Fachname aufgeführt, so darf im Weiterem die Gattung abgekürzt werden, also I. typographus, solange nicht irgendwelche Verwechslungen mit anderen Arten möglich sind.

Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 10.02.02