Sympatrische Artbildung (engl.: sympatric speciation)

[ Art - Artbildung - allopatrisch - sympatrisch ]


Die sympatrische Artbildung ist nach wie vor umstritten.

Nach der sympatrischen Speziation soll eine Artbildung ohne jede geographische Isolation erfolgen. In diesem Zusammenhang werden folgende Mechanismen angeführt:

  • Wirtswechsel: Im Falle von Phyhophagen und Parasitoiden können Populationsunterschiede entstehen, indem Individuen im selben Gebiet auf eine andere Wirtspflanze oder einen anderen Wirt übergehen und dort verbleiben.
  • Disruptive Selektion: Eine Auslese, die mehr als einen Optimaltyp in einer Art bzw. in einer Population hervorbringt. Sie ist die Grundlage des Polymorphismus der Arten. Dieser Mechanismus der Artbildung ist jedoch umstritten, da der dadurch entstehende Verlust des Polymorphismus als nachteilig anzusehen wäre.
  • Isolation in der Zeit (allochrone Speziation): Bei Parasitoiden, die mehrere Wirtsarten befallen, könnte eine Trennung stattfinden, indem ihr Schlüpfen durch die Wirtsdiapause gesteuert wird. Die Jugendstadien vieler Gespinstblattwespen-Arten (Pamphiliidae) können zum Beispiel bis zu 6 Jahren im Boden überliegen. Viele, sie befallende, Parasitoide schlüpfen nicht nach der Überwinterung im darauf folgenden Jahr, sondern verbleiben ohne Weiterentwicklung ebenfalls mehrere Jahre im Wirt.

Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified:13.02.03