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Art (engl.: species) |
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[ Art - Artbildung - allopatrisch - sympatrisch ] |
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Es hat in der Geschichte die unterschiedlichsten Artkonzepte gegeben. Das heute allgemeingültig angesehene Artkonzept ist das der »biologischen Arten«. Nach E. Mayr sind Arten Gruppen sich fortpflanzender Populationen, die von anderen Gruppen reproduktiv isoliert sind. Die sich biparential fortpflanzenden Arten werden also als biologisch abgeschirmter Geschlechtspool definiert, der von anderen Geschlechtspoolen durch bestimmte Abschirmmechanismen isoliert sind. Schwierigkeiten ergeben sich jedoch bei uniparentalen Organismen, und viele Autoren sind der Meinung, daß das biologische Artkonzept für diese Organismengruppen nicht zutreffend sein kann. Anstelle dessen wurde für uniparentale Organismen ein ökologisches Artkonzept entwickelt, was aber in seinen Resultaten nie an das biologischen Artkonzept heranreichte. |
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Kaum eine Thema hat bis in die heutige Zeit hinein soviel Diskussion bei den Wissenschaftler ausgelöst, wie der biologische Artbegriff. Der Wunsch des Menschen, alles für die Ewigkeit zu katalogisieren, findet oft gerade bei der Definition der biologischen Art seine Grenzen. Gewöhnlich werden zur Unterscheidung von Arten morphologische Merkmale herangezogen. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch gezeigt, daß diese alleine oft nicht ausreichen. Viele Arten gleichen sich morphologisch derart, daß in diesen Fällen strenggenommen auch biologische und biochemische Merkmale zur Unterscheidung hinzugezogen werden müssen (ein Alptraum für viele Taxonomen). Hinzu kommt, das Arten dynamisch sind, sich ständig verändern und während der Bildung neuer Arten notgedrungen Zwischenformen auftreten, die die ganze Sache noch komplizieren. Der letzte Beweis bei dem Biologischen Artkonzept ist schließlich, ob Individuen miteinander kopulieren und Nachkommen zeugen können. So können im Grunde genommen alte Typenexemplare, die in einem Museum gelagert werden, trotz morphologischer Gleichheit, nicht unbedingt heute leben Individuen als Art zugeordnet werden, da der Beweise einer potentiellen Fortpflanzungsmöglichkeit nicht erbracht werden kann. So ist die Einordnung der Arten als Morphospezies immer nur ein Kompromiß. Besondere Schwierigkeiten ergaben sich für die Paläontologie, für die der biologische Artbegriff nicht brauchbar war, da eine Überprüfung der Fossilien natürlich nicht möglich ist. |
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