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Ord. Strepsiptera Fächerflügler |
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Verbreitung |
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Die Fächerflüger sind eine kleine Ordnung der Holometabola, die weltweit mit ca. 500 beschriebene Arten vertreten sind. In Mitteleuropa kommen 21 Arten vor. |
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Merkmale |
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Imagines klein; Männchen meist 2-3 mm (1-7 mm); Weibchen meist 5 mm (2-30 mm). Färbung eintönig gelbbraun bis schwarz. Die Geschlechter sind durch einen ausgesprochenen Sexualdimorphismus gekennzeichnet. |
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Die Männchen sind geflügelt. Die Vorderflügel sind allerdings zu Halteren reduziert. Ihre Hinterflügel sind fächerartig und nur mit Längsadern versehen. Die Vorderflügel werden in Ruhe mehrfach gefaltet und nach hinten geschlagen. |
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Diese sind flügellos. Die Weibchen der höheren Strepsipteren sind sackförmig, besitzen einen larviformen Körper: Kopf, Thorax und ein Teil des Abdomens sind zu einem Cephalothorax verschmolzen, dem 9 sichtbare Abdominalsegmente folgen. |
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Biologie |
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Entwicklung |
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Die Strepsipteren sind Parasitoide, höher stehende Gattungen dieser Gruppe sind oft wirtsspezifisch. |
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Die Männchen werden durch Pheromone eines Weibchens angelockt, es erfolgt die Begattung. Alle Strepsipteren sind vivipar, d.h. die Weibchen sind lebendgebärend! Die im Weibchen heranwachsenden Primärlarven sammeln sich über einen Brutkanal in einer Brusttasche, von wo aus sie ins Freie gelangen. |
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Diese Primärlarven sind vom Triungulinus-Typ und dienen als Transport- ,Verbreitungs- oder Infektionsstadium. Haben sie einen geeigneten Wirt gefunden, so bohren sich durch eine Gelenkmembran in dessen Körper ein. Anschließend häuten sie sich zur madenartigen Sekundärlarve. Im Laufe der Larvalentwicklung werden weitere endoparasitische Larvenstadien durchlaufen. |
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Das letztes Larvenstadium setzt sich im Abdomen des Wirtes fest, Kopf- und Brustteil brechen durch Intersegmentalhäute nach außen. Die letzte Larvenkutukula erhärtet zu einem Puparium, in dem die Umwandlung zum Männchen erfolgt. Beim Weibchen ist das Puppenstadium unterdrückt (Neotonie), es verbleibt zeitlebens im Wirt (Ausnahmen sind lediglich die Vertreter der Mengenillidae)! |
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sonstiges |
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Einige Gattungen entwickeln sich parthenogenetisch, daß heißt, es existieren nur Weibchen! |
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Systematik |
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Meist werden die Fächerflügler in 9 Familien eingeteilt, von denen allerdings nur 4 Familien in Europa vertreten sind: |
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Fam. |
Wirte |
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Mengellidae |
Silberfischen (Lepismatidae) |
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Halictophagidae |
bei Zikaden u.a. |
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Elenchidae |
bei Zikaden |
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Stylopidae |
bei aculeaten Hymenopteren, meist Vespiden, Spheciden und bestimmte Aphiden |
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Weitere Infos |
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Mehr Informationen zu Strepsipteren finden sich in Parasitoide-Online. Siehe auch Links zu anderen Seiten |
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