Ausgewachsene Weibchen von Physokermes

Physokermes piceae (Schrank) & P. hemicryphus (Dalman)

Große & Kleine Fichtenquirlschildlaus

( Sternorrhyncha , Coccina )

© A. Gruppe



Wenn Imagines oder Larven von Läusen auch meist recht schwer zu bestimmen sind, so kann man Fichtenquirlschildläuse doch leicht an den kaffeebohnenförmigen Weibchen erkennen, die meist in Gruppen in den Fichten-Triebachseln sitzen.


Wirtspflanzen

P. picea

(Spruce bud scale)

An verschiedenen Fichten-Arten (Picea excelsa, P. pungens, P. argentea, P. sitichensis).

P. hemichryphus

An älteren Fichten (P. excelsa, P. orientalis), daneben an Weißtanne (Abies pectina).


Merkmale

Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich im Aussehen und Lebensweise (Sexualdimorphismus).

Weibchen

Tiere unsegmentiert, kugelig oder blasenförmig verlängert, 2.5-6 mm lang, 2-5 mm breit, glänzend, hell kastanienbraun, gelegentlich etwas rötlich gefleckt. Sie sitzen an vorjährigen Trieben:
  • P. piceae bevorzugt an Triebgabelungen, gleichen Kaffeebohnen, meist an Jungfichten.

  • P. hemicryphus an älteren Fichten mit langsamerer Entwicklung, weiter verbreitet.

Männchen

Die Männchen bleiben viel kleiner als die Weibchen, außerdem sind sie geflügelt. Sie sitzen an den Nadeln von Fichten


Biologie

Im Mai/Juni werden die Weibchen geschlechtsreif. Sie legen unter ihrem Schild etwa 3000 rote Eier ab. Die blaßroten Larven schlüpfen noch im selben Monat und setzten sich an den Achseln der Wirtszweige (zukünftige Weibchen) bzw. an den nadeln (zukünftige Männchen) fest. Im September nehmen sie dann ihre braune Färbung an. Sie wandern dann in den obersten Knospenquirl wo sie überwintern. Im Frühjahr des folgenden Jahres wachsen sie schließlich zu Imagines aus.


Forstliche Bedeutung

Die forstliche Bedeutung ist meist gering. Die größten Schäden können sie auf trockenen Standorten und in jungen Kulturen verursachen. Physokermes tritt besonders häufig in Gebieten mit warmen und trockenen Klima auf und gehört mit zu den Tannenhoniglieferanten.

Diagnose

  • Die kaffebohnenförmigen Weibchen in den Achseln der Zweige.

  • Auf dem ausgeschiedenen Honigtau entwickeln sich Pilze, die Nadeln und Sproßabschnitte schwarz färben.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 07.05.02