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Farbstoffgewinnung mit Hilfe von Dactylopius coccus |
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3. Stand der internationalen Forschung und Produktion |
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Von Peter Wiemeler |
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In Deutschland beschäftigt man sich seit einigen Jahrzenten mit der Produktion des Farbstoffes Karmin in Zusammenhang mit dem Anbau von Nutzkakteen in den Tropen und Subtropen. Als Zentren dieser Nutzkakteenforschung gelten das Wissenschaftlichen Zentrum Tropeninstitut der Universität Gießen sowie die Fachhochschule Wiesbaden/Forschungseinrichtungen Geisenheim (Alkämper 1988). An eine Produktion von Karmin in Deutschland wurde bisher nicht gedacht, da man die Karminproduktion auf den tropisch/subtropischen Klimaraum begrenzt sah. In Südafrika setzt man sich an verschiedenen staatlichen Forschungseinrichtungen und Universitäten in Port Elizabeth und Pretoria mit der Massenproduktion von Karmin auseinander Diese Forschungsrichtung entstand aus der biologischen Schädlingsbekämpfung, in der nahe verwandte Arten der Farblaus eingesetzt werden (Zimmermann 1988). Auf den kanarischen Inseln (Universität von La Laguna) versucht man ebenfalls, die alte Farbenproduktion wieder zum Leben zu erwecken. Jedoch fehlt es derzeit an modernen Methoden, die der steigenden Nachfrage in den EG-Ländern gerecht werden könnten (Rodriguez et aliter 1990). In Chile soll ein Großbetrieb existieren, der zwar eine Massenproduktion aufgenommen hat, der aber seine Kapazitäten nicht weiter ausnutzen kann, weil der Unternehmensleitung das entsprechende naturwissenschaftliche Know How fehlt. Peru gilt derzeit noch als der größte Produzent. Da aber hier überhaupt keine wissenschaftliche Betreuung vorhanden ist, wird Peru seine Stellung auf dem Weltmarkt nicht mehr lange halten können. |
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Last modified: Mar. 8, 1998 |