|
|
Cryptococcus fagisuga Lind. Buchenwollschildlaus, beech scale ( Sternorrhyncha , Coccina ) |
|
(c) Klaus Lang |
|
Manchmal findet man für diese Art auch den Namen Buchenwollaus, der allerdings unglücklich gewählt ist, da er auch für Phyllaphis fagi benutzt wird. |
|
Verbreitung |
|
Die Buchenwollschildlaus ist über ganz Europa verbreitet und wurde auch nach Nordamerika verschleppt. In Mitteleuropa steigt sie in Gebirgslagen um 1200 m. Sie ist bei uns praktisch in jedem Buchenbestand vertreten. |
|
Wirtspflanzen |
|
An Buche (Fagus sylvatica, F. orientalis, F. grandifolia). |
|
Merkmale |
|
Weibchen: bis 0.8 mm, fast kreisrund, gelb, beinlos. Sie fallen durch Ausscheidung von weißer Wachswolle auf. Männchen sind unbekannt. |
|
Biologie |
|
Eine Generation pro Jahr |
|
|
Ernährung |
Mit ihren stechend-saugenden Mundwerkzeugen stechen die Tiere das Phloem ihrer Wirtspflanze an (Phloemsauger). |
|
Entwicklung |
C. fagisuga vermehrt sich parthenogenetisch. Die Weibchen treten im Mai auf. Ende Juni bis Ende Juli werden 20-60 Eier je Weibchen abgelegt. Nach 5-6 Wochen schlüpfen die Erstlarven und setzten sich an der Rinde fest. Die Überwinterung erfolgt bevorzugt als Erstlarve. |
|
Forstliche Bedeutung |
|
Die Buchenwollschildlaus tritt,
überwiegend nestweise, an Buchen jedes Alters auf. Meist
bilden sich dabei Bereiche an Stämmen, die mit dichter
Wolle überzogen sind (sie saugt aber auch an Zweigen und
Wurzeln). |
Aber: Die Buchenwollschildlaus wurde um 1840 auf den amerikanischen Kontinent verschleppt und hat sich dort langsam ausgebreitet. Es kommt hier zu Interaktionen mit den Schildläusen und einem Pilz, Nectria coccinia var. faginata. Durch die Saugtätigkeit der Schildläuse am Stamm werden Eintrittspforten für den Pilz geschaffen, der für den eigentlichen Schaden sorgt (z.B. Wachstumsreduktionen). |
|
Infos |
|
Infos über diese Insekten-Pilz-Interaktion auf den Seiten von Klaus Lang |
|
Last
modified: |