|
Gilletteella cooleyi (Gillette 1907) Sitkafichten-Gallenlaus ( Sternorrhyncha , Aphidina , Adelgidae ) |
|
|
Die Sitkafichten-Gallenlaus, ursprünglich in Nordamerika beheimatet, wurde in den dreißiger Jahren nach Europa eingeschleppt. Über England und Dänemark gelangte sie auch nach Deutschland (Baden). Sie führt einen Generationswechsel aus, bei dem die einzelnen Generationen auf der Sitkafichte und auf der Douglasie leben. Auf der Sitkafichte erzeugt die Laus Gallen. |
|
Verbreitung |
|
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser Art lag im westlichen Nordamerika, also dem Raum, wo Picea sitichenis und Pseudotsuga menziesii natürlich gemeinsam vorkamen. In den dreißiger Jahren wurde die Art dann von Kanada über Großbritannien und Irland auf den europäischen Kontinent verschleppt, wo sie sich innerhalb weniger Jahrzehnte überall dorthin ausgebreitet hat, wo auch die beiden Wirtspflanzenarten gemeinsam angebaut werden. Inzwischen ist sie bis nach England hin verbreitet. |
|
Wirtspflanzen |
|
Generationswechsel auf Fichte und Pseudotsuga, v.a. auch älteren Pflanzen: Primärwirt: Picea sitichensis, Seltener, P.engelmannii, P. pungens. Sekundärwirt: Pseudotsuga menziesii |
|
Merkmale |
|
Die Gallbildung erfolgt durch die Nachkommen der Fundatrix an Fichte. Es sind grüne bis rote ananasförmige Gallen an den Triebspitzen. Sie sind langgestreckt, manchmal hakenförmig und erreichen eine Länge von 2.5-7.5 mm. Alte verlassene Gallen trocknen ab und verbräunen. |
|
Imagines. |
|
Biologie |
|
Zweijähriger Holozyklus, heterözisch. Die stark vereinfachte Version des recht komplizierten Generationswechsels: Die Fundatrix legt an Sitkafichtenknospen Eier ab. Die sich daraus entwickelnde Laus-Generation führt durch ihre Saugtätigkeit zur Gallbildung und die Individuen werden von dem sich bildenden Gallgewebe in kleinen Larvenkammern eingeschlossen. Sind die Tiere ausgewachsen, so verlassen sie die Galle und wechseln auf die Douglasie über. Hier legen sie Eier und die daraus schlüpfenden Junglarven der neuen Generation überwintern an den Douglasiennadeln. Im darauf folgenden Jahr werden eine Reihe von Generationen gebildetet die auf der Douglasie verbleiben. Im Juni schließlich entstehen wieder geflügelte Tiere, die auf die Fichte zurückkehren. Dort erzeugen sie Geschlechtstiere (Männchen und Weibchen), die Sexuales. Ein Sexuales-Weibchen legt nach der Begattung ein einziges Ei ab, aus dem sich schließlich wieder eine Fundatrix entwickelt, die im Larvenstadium überwintert. |
|
Forstliche Bedeutung |
|
Am Primärwirt führt der Befall zur Vergallung von Triebknospen, die absterben und somit zu Zuwachsverlusten führen können. Wird der Gipfeltrieb befallen, so kommt es zur Unterbindung des Spitzenwachstums. Auch am Sekundärwirt, der Douglasie, führt der Befall zu Zuwachsverlusten. Befallenen Nadeln bleiben klein, werde gelb, welken und fallen ab. Die betreffenden Triebachsen erreichen nie ihre volle Länge. Es werde alle Altersklassen der Douglasie befallen. Stärkere Schädigungen als im Forst können in Parkanlagen erfolgen. |
|
Last
modified: |