Adelges laricis Vallot 1836

Fichtenkleingallenlaus, Kleine Fichtengallenlaus

( Sternorrhyncha , Aphidina , Adelgidae )

© T. Jordan


Auf Fichte trifft man regelmäßig ananasförmige Gallen an. Diese werden durch die Läuse der Kleinen Fichtengallenlaus bzw. durch die Grüne Fichtengallenlaus erzeugt. Beide Arten durchlaufen innerhalb von zwei Jahren einen Generationswechsel, wobei die einzelnen Generationen von Fichte auf Lärche bzw. vice versa überwechseln.

Wie so oft bei phytophagen Insektenarten kann man auch diese Art viel einfacher an Hand ihrer »Fraßbilder«, hier den Gallen, als an den Läusen selbst erkennen!


Verbreitung

Vom ursprünglichen Verbreitungsgebiet, den Zentralalpen, wo Lärche und Fichte natürlich gemeinsam vorkommen, hat sich die Art über ganz Europa ausgebreitet. Von Europa aus wurde die Art schließlich auch nach Nordamerika verschleppt.


Wirtspflanzen

Generationswechsel auf Fichte und Lärche, v.a. auch älteren Pflanzen:

Primärwirt: Picea abies, auch P.sitichensis, P.glauca, P.bicolor, P. marina, P.orientalis.

Sekundärwirt: Larix decidua


Merkmale

Gallen

Die Nachkommen der Fundatrix erzeugen die typischen Ananasgallen, deren Schuppen aus gestauchten Nadeln hervorgehen. Die Gallen von A. laricis sind kleiner als die von Sacchiphantes. Da die ganze Knospe an der Wucherung beteiligt ist, sitzt die Galle stets an der Spitze des vorjährigen Triebes. Die leeren Gallen verbräunen, trocknen und fallen schließlich ab.

Läuse

Klein, teils geflügelt, grünlichbraun, teils mit langzottiger schneeweißer Wachswolle bedeckt; teils geflügelt, dunkelrot oder schwärzlich mit Wachswolle.


Biologie

Die Kleine Fichtengallenlaus führt einen 2-jährigen Holozyklus aus. Dabei wechseln sie von Fichte auf Lärche über und kehren nach einer gewissen Zeit auf Fichte zurück.


Bedeutung

Werden Bäume über 2-3 Jahre durch höhere Populationen befallen, so kann dies zu Mißbildungen der Krone führen. Jüngere Pflanzen werden zudem in ihrem Wuchs beeinträchtigt.

Im Gegensatz zu Sacchiphantes viridis befällt A. laricis bevorzugt ältere Fichten (v.a. vom 10. Jahr ab und im Stangenholzalter), die unter ungünstigen Bedingungen aufwachsen. Aus diesem Grund ist die forstliche Bedeutung der Art auch eher gering, da das Absterben einzelner Seitentriebe keine ernsthafte Gefährdung des Baumes darstellt. Auch die Saugtätigkeit an den Nadeln der Lärche (diese werden gelbfleckig, können abknicken und fallen ab) ist von untergeordneter Bedeutung.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 07.05.02