Ord. Siphonaptera

Flöhe - Fleas

© Entomolgy at Illinois



Flöhe sind Ektoparasiten auf Vögeln und Säugetieren. Sie fallen sofort durch ihren seitlich stark abgeflachten Körper auf.


Verbreitung

Weltweit kennt man ca. 2500 Arten, in Nordamerika treten 250 Arten, in Mitteleuropa ca. 70 Arten auf.


Merkmale

Imagines

Flohkopf

Meist handelt es sich umkleine, 1.8 mm lange, flügellose Tiere (Flügel sekundär reduziert). Der Körper ist seitlich charakteristisch stark abgeflacht. Flöhe besitzen stechend-saugende Mundwerkzeuge. Ihre Augen sind oft reduziert, klein oder fehlen ganz. Die Beine sind zu Sprungbeinen spezialisiert, und durch sehr lange Hüften und 5-gliedrige Tarsen gekennzeichnet.

Larven

Foto einer Flohlarve

Die weißen Larven haben einen wurmartigen Körper. Sie besitzen kauend-beißende Mundwerkzeuge; Augen und Beine fehlen.


Biologie

Ernährung

Die Ernährung von Imagines und Larven ist unterschiedlich: Imagines sind ektoparasitische Blutsauger an Vögeln und Säugetieren. Die Larven leben jedoch von organischer Substanz, wie z.B. Nistmaterial.

Anpassungen

Funktionsmorphologische Anpassungen: Die flache Gestalt ermöglicht es ihnen, durch Haar- und Federkleid zu schlüpfen. Das Sprungvermögen ist gewaltig, Pulex irritans schafft Entfernungen von bis zu 30 cm.

Entwicklung

Die Weibchen legen ihre Eier direkt auf dem Wirt ab (die Eier fallen jedoch in jedem Fall vom Wirt ab), oder verlassen ihn zur Eiablage. Die Entwicklungsdauer der Larven ist sehr unterschiedlich, meist liegt sie jedoch bei 2-3 Wochen. Die Verpuppung erfolgt in einem Kokon. Viele Arten überwintern im Kokon.
Zum Schlüpfen benötigen sie einen mechanischen Reiz. Dieser gewährleistet, daß ein Übergang auf einen Wirt erfolgen kann. Fehlt dieser Reiz, dann können die Tiere noch einige Monate weiter im Kokon überdauern. Aus diese Grund kann man auch in länger verlassenen Häusern erneut wieder durch Flöhe befallen werden.


Bedeutung

Ein Flohstich kann nicht nur lästig sein, die Tiere sind auch als Krankheitsüberträger gefürchtet: Sie können die Pest übertragen (das Bakterium Pasteurella pestis), die eigentlich eine Nagerkrankheit ist. Die Übertragung der Mäusetyphus, einer schwächeren Form des Typhus, kann durch Nagetierflöhe erfolgen.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 18.03.02