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Ord. Protura Beintastler - Proturans |
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Die kleinen, bodenbewohnenden Proturen sind erst 1907 durch den italienischen Zoologen Silvestri entdeckt worden. Sie werden zusammen mit den Dipluren und Collembolen zu den Entognatha zusammengefaßt. |
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Verbreitung |
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Merkmale |
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Körper |
Die mit 0.5-2.5 mm kleinen, meist farblosen Tiere besitzen einen langgestreckten Körper und einen charakteristischen eiförmigen Kopf. |
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Kopf |
An der Spitze dieses eiförmigen Kopfes inserieren stilettförmige, stechend-saugende Mundwerkzeuge. Diese sind, wie bei den Dipluren, in die Kopfkapsel versenkt (entognath). Antennen und Augen fehlen. |
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Thorax |
Proturen laufen nur auf 4 Beinen! Die Vorderbeine werden nach vorne ausgestreckt und übernehmen die Funktion der fehlenden Antennen. Dazu sind sie mit deutlich mehr Sinneshaaren besetzt als die übrigen Beinpaare. |
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Abdomen |
Das Abdomen ist gleichmäßig gegliedert und besteht bei erwachsenen Tieren aus 12 Segmenten. An den ersten 3 Segmenten finden sich noch rudimentäre Reste von Beinpaaren. Cerci fehlen. Am Ende des 11. Segmentes finden sich die Ausmündungen der Geschlechtsdrüsen. Diese sind bei Männchen paarig, bei Weibchen unpaarig ausgebildet. |
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Biologie |
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Vorkommen |
Proturen sind sehr feuchtigkeitsliebend. Man findet sie unter Steinen, Rinde, im Moos und in den obersten Bodenschichten, wo sie mit 5000-6000 Tieren/qm Waldboden in ähnlich großen Zahlen auftreten können wie die Collembolen. Ihr Dichtemaximum liegt bei 3-10 cm Bodentiefe. |
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Ernährung |
Proturen saugen an Pilzfäden, ob einige Arten räuberisch leben, ist unbekannt. |
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Fortpflanzung |
Über die Fortpflanzungsbiologie ist kaum etwas bekannt. Wahrscheinlich erfolgt die Besamung, ähnlich wie bei den Collembolen, über eine Spermatophore. |
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Entwicklung |
Proturen legen Eier ab, die daraus schlüpfenden Jungtiere durchlaufen 5 Stadien. Zunächst besitzen sie nur 9 Abdominalsegmente, im Laufe der Entwicklung bilden sich die fehlenden 3 Segmente dann noch aus. Die Überwinterung kann in verschiedenen Entwicklungsstadien erfolgen. |
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Wehrdrüsen |
Beintastler besitzen Wehrdrüsen. Diese sitzen seitlich am 8. Abdominaltergit. Aus ihnen wird gegen Feinde ein klebriges Sekret ausgespritzt, wobei das Abdomen über den Kopf gebogen wird. |
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Atmung |
Nur ein Teil der Beintastler besitzen ein Tracheensystem (Eosentomidae), die Stigmen sind am 2. und 3. Thorakalsegment ausgebildet. Gruppen, denen ein Tracheensystem fehlt, decken ihren Sauerstoffbedarf mittels Hautatmung. |
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Literatur |
Tuxen, S. L. (1964): The Protura - A Revision of the Species of the World with Keys for Determination. Paris: Herman. 360 pp. |
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