Larve von Myrmeleon sp.

Fam. Myrmeleontidae

Ameisenlöwen

[ Neuroptera ]

© Ent. Dept. of Clemson University



Verbreitung

Von dieser Familie finden sich weltweit mehr 2.000 Arten, beosnders artenreich ist die Familie in den Wüstenregionen Afrikas und Asiens vertreten. In Mitteleuropa treten 11 Arten auf. Bei uns sind Ameisenlöwen laut Bundesartenschutzverordnung gesetzlich geschützt.


Merkmale

Imagines

Sie Imagines sehen durch ihre Flügel und dem langen, schlanken Körper den Kleinlibellen ähnlich, unterscheiden sich jedoch von diesen durch die kurzen kräftigen, keuligen Fühler. Ihre Mundwerkzeuge sind vom beißend-kauenden Typ, die Mandibeln sind kräftig ausgebildet.

Larven

Kopf einer Ameisenlöwen-Larve

Wie bei allen Planipennia sind Mandibeln und Maxillen der Larven zu langen Saugzangen umgebildet. Der Mitteldarm ist blind geschlossen, Unverdautes wird wieder nach vorne ausgewürgt.


Biologie

Sowohl Imagines als auch Larven sind Räuber. Die Imagines trifft man seltener an, die sie dämmerungs-oder nachtaktiv sind. Die Eier werden einzeln in den Boden abgelegt. Die Larven der meisten Arten erjagen ihre Beute freilaufend. Myrmeleon formicarius und Euroleon nostras bauen sich Sandtrichter. In diesen Trichtern sitzen sie und lauern der Beute auf. In die Trichter verirrte oder gefallene Insekten werden mit den Mandibeln gepackt und ausgesaugt. Will die Beute fliehen, kann ihr Sand hinterhergeschleudert werden, so daß das Opfer die Trichterwand wieder hinunterrutscht. Die Larven beider Ameisenlöwen-Arten laufen stets rückwärts.

Larve von Myrmecaelurus trigrammus im Sandtrichter

Auch Myrmecaelurus trigrammus lauert in Sandtrichtern. Sie sind hier in einzigartiger Weise an den Untergrund angepaßt.


Beispiele

Larve von Myrmecaelurus trigrammus im Sandtrichter

Larve von Myrmeleon inconspicus


Myrmecaelurus trigrammus

Myrmeleon inconspicus



Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 26.02.02