Diapause - Photoperiode als Auslöser

[ Diapause ]


Bei einem Großteil der Arten wird die Diapause durch die Tageszeitlänge, der Photoperiode, ausgelöst.

Oft hat dieser die Diapause auslösende Faktor nur einen gewissen Zeitraum einen Einfluß auf die Art:
  • Larven der Schmetterlingsgattung Diataraxia reagieren nur etwa 2 Tage auf die Photoperiode empfindlich.

  • Bei Bombyx reagiert im wesentlichen der Embryo auf die Photoperiode empfindlich, die ersten 3 Larvenstadien zeigen zwar auch eine Reaktion, doch in weitaus abgeschwächterem Maße.

  • Dendrolimus-Larven benötigen zur Diapause-Auslösung etwa 20 Kurztags-Impulse, bei Acromycta- und Pieris-Larven reichen bereits 15 bzw. 11 Kurztagsimpulse aus.


Je nach Art können Kurztagsbedingungen oder Langtagsbedingungen der auslösende Faktor ein.

  • Bei der Kiefernbuschhornblattwespe Diprion pini wird die Diapause durch Kurztagsbedingungen ausgelöst.

Die Länge der jeweiligen Phase ist dabei oft abhängig von der Temperatur:

  • Bei Acromycta sind es 16 h Licht bei 25°C, aber nur 19 h bei 15°C.

  • Bei Pieris ist die Tageslichtlänge jedoch temperaturunabhängig.


Beispiele

Diprion pini kann unter günstigen Bedingungen 2 Generationen pro Jahr durchlaufen. Eine Weiterentwicklung wird dann unterbrochen, wenn die Tageslänge unter ein kritisches Niveau abnimmt (Wechsel von Langtag zu Kurztag). In diesem Fall entwickeln sich die Praepuppen im Kokon nicht mehr weiter, sondern gehen in Diapause. Es konnte jedoch gezeigt werden, daß der Anteil diapausierender Larven durch andere Faktoren, wie zum Beispiel Futterpflanzenqualität, gesteigert werden kann.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: Dec. 13, 1999