Stabheuschrecke

Ord. Phasmida (Phasmatodea)

Gespenst-, Stabheuschrecken

© Monika & Richard Fellinger


Obwohl bei uns nicht heimisch, hat sicherlich schon jeder einmal diese Tiere in den Terrarien der Zoos oder Zoohandlungen gesehn: Oft hervorragend getarnt durch Körperform und Farbe gleichen sie ihrer Umgebung so, daß sie sich kaum davon hervorheben.

Die hemimetabolen Phasmida gehören zur Überordnung der Orthopteroidea.


Verbreitung

Weltweit sind über 2500 Arten beschrieben worden. Das Hauptverbreitungsgebiet dieser Ordnung liegt dabei aber in den Tropen und Subtropen, bevorzugt in den feuchtwarmen äquatornahen Gebieten. Ihre Verbreitungsgrenze liegt etwa bei dem 45. Breitengrad. Die meisten Arten finden wir im tropischen Südostasien, in Neuguinea und Ozeanien.

In Europa finden wir nur in den warmen Mittelmeerregionen einige Arten.


Merkmale

Körper

Es handelt sich um mittelgroße bis große Tiere, die eine Länge von bis zu 35 cm erreichen können. Der Körper ist teilweise extrem dünn und langgestreckt, oder aber blattartig verbreitert und abgeflacht.


Die Körperfarbe ist bei den einzelnen Arten unterschiedlich und reicht von hellgrün bis braun.

MWZ

Gut entwickelte, kauend-beißende Mundwerkzeuge.

Fühler

Sehr variabel, die Spanne reicht von weniggliedrig kurz bis lang faden- oder borstenförmig.

Augen

Facettenaugen klein, mit deutlich weniger Einzelaugen als bei den Heuschrecken. Sie sind eher dem Sehen in Dunkelheit angepaßt. Meist 3 Ocellen bei geflügelten Formen, bei den anderen Gruppen oft reduziert.

Beine

Überwiegend lange Lauf- oder Kletterbeine mit meist 5-gliedrigem Tarsus.

Flügel

Generell besteht eine Tendenz zur Flügelreduktion, allerdings besitzen noch viele Arten gut ausgebildete Flügel.

Abdomen

10 deutliche Segmente mit 1-gliedrigen Cerci. Diese meist kurz zylindrisch, bei den Männchen einiger Arten aber zu Greifzangen für die Kopula umgebildet.


Systematik

Timematidae

Phasmatidae

Phylliidae


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 03.03.02