Verbreitung der Libellen (Odonata)

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Libellen sind eine alte hemimetabole Gruppe, die bereits im Karbon auftrat. Zu dieser Zeit konnte die Flügelspannweite der Imagines Werte von bis zu 75 cm betragen (Meganeuropsis). Die derzeit ältesten Fossilfunde stammen aus Tonschieferablagerungen des Oberkarbon (325 Mill. Jahre).

Der Name dieser Ordnung leitet sich vom griechischen Wort odon (= Zahn) ab. Dies bezieht sich auf die Mandibeln der Tiere, deren vorderes Ende in langen und spitzen 'Zähnen' endet. Sie dienen dem Festhalten der gefangenen Beute.

Weltweit kennt man etwa 5000 Libellenarten. In Mitteleuropa sind 'noch' 80 Arten anzutreffen.

Mit Ausnahme der Antarktis sind Libellen auf allen Kontinenten anzutreffen. In Europa treten Libellen im Gebirge selbst in einer Höhe von bis zu 2200 m auf. Einige Arten finden sich sogar nördlich des Polarkreises.

Da die Juvenilentwicklung im Wasser abläuft, sind Libellen an Gewässer gebunden. Dabei haben die einzelnen Arten unterschiedliche Ansprüche: Manche Arten sind an Fließgewässer gebunden, andere Arten an stehende Gewässer oder Moore. Es gibt allerdings auch Arten, die an allen Gewässertypen anzutreffen sind.

Bei der Arealerweiterung mancher Arten wird die Klimaerwärmung der letzten Jahre verantwortlich gemacht. So kam der Violette Sonnendeuter, eine südafrikanische Art, bis 1988 nur im äußersten Südeuropa vor. Inzwischen konnte er aber auch in Südfrankreich nachgewiesen werden.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 07.02.02