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Imagines der Libellen (Odonata) |
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Allgemeine Merkmale |
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Libellen sind mittelgroße bis große, schlank gebaute Insekten. Sie besitzen einen langen, oft bunt gefärbten Hinterleib. Die Flügelspannweite beträgt je nach Art zwischen 25-140 mm, die Abdominallänge 15- 85 mm. |
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Kopf |
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Auffallend sind die großen Augen, die sich bei einigen Arten aus bis zu 30.000 Einzelaugen (Ommatidien) zusammensetzen. Mit Ausnahme der Gomphidae stoßen diese oberhalb des Kopfes zusammen. |
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Im Gegensatz zum optischen Sinn ist der Geruchssinn weniger gut ausgebildet. Libellen besitzen kräftige beißend-kauende Mundwerkzeuge. |
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Thorax |
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Der Thorax ist kräftig ausgebildet und enthält mächtige Flügelmuskeln. Der Prothorax ist nach vorn hin verschmälert. Der Hinterrand des Pronotums ist bei vielen Kleinlibellen charakteristisch geformt und wird deshalb als Bestimmungsmerkmal genutzt. An den Seiten des Thorax finden sich jeweils 2 Stigmen. Sie liegen zwischen Pro- und Mesothorax, bzw. auf dem Metathorax. |
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Flügel |
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Libellen besitzen 4 häutige Flügel, die mit vielen Flügeladern und Flügelzellen ausgestattet sind. Nahe der Flügelspitze liegt das Pterostigma (Flügelmal). Etwa in der Mitte des Flügels liegt der Nodus, ein leichter Knick im Flügelrand. |
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Die Flügel sind im Querschnitt nicht planar, sondern 'zickzackförmig' ausgebildet. In Ruhe werden sie mehr oder weniger zur Seite ausgerichtet (Großlibellen, Anisoptera) oder über den Rücken hochgeklappt (Kleinlibellen, Zygoptera). Sie können aber nie flach auf dem Rücken abgelegt bzw. gefaltet werden! |
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Die Flügel werden durch stark ausgebildete Flugmuskeln bewegt, die im Meso- und Metathorax liegen. Die einzelnen Muskeln setzen direkt an den Flügeln an. Dadurch können Vorder- und Hinterflügel unabhängig voneinander bewegt werden, was die ausgezeichnete Manövrierfähigkeit fliegender Libellen erklärt. |
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Beine |
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Libellen bewegen sich fast ausschließlich fliegend fort. Die Beine haben aber eine neue wichtige Aufgabe übernommen, sie bilden einen Fangkorb. Dieser dient zum Greifen der Beute im Flug. |
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Die Thorakalsegmente sind in Anpassung an diese Ernährungsweise stark gekippt und können so den Aufprall auf die Beute besser abfangen. |
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Abdomen |
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Das Abdomen ist normalerweise lang und dünn ausgebildet, bei einigen Arten jedoch manchmal auch auffällig abgeplattet (z.B. Libellula depressa). Es enthält die Verdauungsorgane, das Herz und die inneren Geschlechtsorgane. |
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Am 10. Abdominalsegment sitzen paarige obere Anhänge, die Cerci. Das 11. Abdominalsegment ist stark reduziert. |
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Die Männchen haben die Cerci zu einem Greiforgan umgebildet. Außerdem finden sich noch ein oder zwei untere Anhänge, die Appendices inferiores. |
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Die Genitalöffnung mündet im 9. Abdominalsternit. Libellenmännchen besitzen einzigartige sekundäre Geschlechtsorgane, die am 2. oder am 2. und 3. Sternit liegen. Diese werden vor der Paarung mit Sperma gefüllt. |
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Bei den Weibchen sitzt auf der Unterseite des 8. und 9. Abdominalsegmentes eine Legeröhre. Diese kann aber bei manchen Arten rückgebildet sein und wird dann als Valvula vulvae bezeichnet. |
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