Mundwerkzeuge: Mandibeln (Oberkiefer)

[ Mundwerkzeuge : Labrum , Mandibel , Maxille Labium ]

Die Mandibeln sind an einem oder an zwei Angelpunkten aufgehängt.

Sie sind mehr oder weniger dreikantig gebaut und werden meist durch 2 Muskeln bewegt, die mit kräftigen Sehnen an den oberen Rändern inserieren.

In Abhängigkeit von der Ernährung sind die Mandibeln hinsichtlich Größe und Form unterschiedlich stark ausgebildet.




In Abhängigkeit von der Ernährung sind die Mandibeln unterschiedlich ausgeprägt:

Pflanzenfresser (Phytophage) besitzen meist kurze und kräftige Mandibeln, besetzt mit Schneiden und Kauzähnen.

Räuber (wie dieser Sandlaufkäfer) besitzen oft lange und spitze Mandibeln. Wird mit den Mandibeln außer dem Ergreifen und Töten der Nahrung letztere damit auch zerkleinert, so sind scherenartige Molarteile ausgebildet.


Die Mandibeln sind zum Teil außerordentlich leistungsfähig:

Holzwespen (Siricidae) können sich damit z.B. durch Bleiplatten fressen.

Einige Laufkäferarten sind sogar in der Lage, die Schalen von Schnecken zu durchbeißen.


In Anpassung an die Lebensweise erfolgten zum Teil Umbildungen:

Die Soldaten vieler Ameisenarten besitzen oft ausgesprochen große Mandibeln, die als Waffen benutzt werden können.

Hirschkäfer-Männchen benutzen ihre überproportional großen Mandibeln für die Kämpfe mit anderen Männchen, bzw. halten sich mit ihnen bei der Paarung am Weibchen fest.

Bei verschiedenen Gruppen, z.B. bei Schmetterlingen, wurden sie teilweise oder ganz reduziert.


Bestimmungsübungen an Insekten

Last modified: 20.03.02