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Komplexaugen - Facettenaugen [ Körper , Kopf , Lichtsinnesorgane ] |
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Die Imagines der Insekten tragen seitlich am Kopf ein Paar Komplex- oder Facettenaugen. Sie werden manchmal auch als Seiten- oder Netzaugen bezeichnet. Diese Augen sind starr mit der Kopfkapsel verbunden und können nicht, wie die Augen des Menschen, bewegt werden. Je nach Lebensweise sind sie unterschiedlich groß ausgebildet, bei schnell fliegenden und räuberischen Arten können sie 70 bis 90% der Kopffläche ausmachen. |
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Bei manchen Arten sind sie überproportional vergrößert, so die Turbanaugen mancher Eintagsfliegen-Männchen. |
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Ein Komplexauge setzt sich aus Einzelaugen (Ommatidien) zusammen |
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Die Komplexaugen sind aus hunderten von Einzelaugen zusammengesetzt, die so verschaltet sind, daß sie ein Gesamtbild erzeugen. Dieses muß man sich so vorstellen, als wenn man unter einer sehr starken Lupe einen Zeitungsausschnitt betrachtet. |
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Aufbau eines Ommatidiums |
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Ein Ommatidium wird durch meist 8 Sinneszellen gebildet, deren Mikrivillisäume nach innen der Achse zugerichtet sind und das Rhabdom bilden. Jedes Einzelauge besitzt einen dioptrischen Apparat, der aus einer stark brechenden Cornealinse besteht. |
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Der Cornealinse schließt sich ein Kristallkegel an. Die Mikrovillisäume der Sehzellen bilden das Rhabdom. Die Ommatidien werden voneinander durch 3 verschiedene Pigmentzell-Typen abgegrenzt. |
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Die Anzahl der Einzelaugen (Ommatidien) variiert bei den einzelnen Gruppen |
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In einem durchschnittlichen Komplexauge finden sich 2500 Einzelaugen. Bei Ordnungen, die auf Grund ihrer Lebensweise jedoch ein besseres Sehvermögen benötigen, finden sich bis zu 30.000 Einzelaugen. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Libellen (Odonata). Stubenfliegen (Musca domestica) besitzen etwa 4000, Gelbrandkäfer (Dytiscus marginalis) 9000 Einzelaugen. Flügellose Insekten zeichnen sich meist durch eine geringere Anzahl an Einzelaugen aus, wie z.B. die Weibchen der Glühwürmchen mit ca. 300 Ommatidien, |
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Es gibt verschiedene Typen: |
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Bei tagaktiven Arten sind die Einzelaugen durch Pigment voneinander getrennt. Hierdurch wird ein besseres Bild erzeugt, geht aber zur Lasten der Lichtempfindlichkeit. Demgegenüber besitzen dämmerungs- oder nachtaktive Arten Einzelaugen, die kaum durch Pigmente voneinander getrennt sind. Die Bildschärfe (Auflösungsvermögen) wird zwar stark gemindert, die Lichtempfindlichkeit jedoch deutlich erhöht. Es gibt Arten, die einen Kompromiß eingehen und die die Pigmente bis zu einem gewissen Grade verlagern können. |
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Insekten können mit diesen Komplexaugen auch Farben wahrnehmen. |
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